"Säge mir ein liebes Wort" als Denkanstoß

Interview mit der Künstlerin Antje Henkel-Ludwig

Schwarzenberg. 

Antje Henkel-Ludwig aus Lauter erhielt für ihre Arbeit "Karriere und Burnout" im vergangenen Jahr den 3. Preis zuerkannt. Armin Leischel sprach mit der Künstlerin über die neue Auslobung der 5. "art-figura 2013".

Seit wann beteiligen Sie sich an dem Kunstpreis der Stadt Schwarzenberg?

Beim 2. Kunstpreis hatte ich mich das erste Mal beworben, kam aber nicht in die Endauswahl, weil nur eine begrenzte Anzahl dafür vorgesehen ist. Zwei Jahre später war ich dabei, als die Ausstellung im ehemaligen Eisenbahntunnel unter dem Schloss eröffnet wurde und 2011 konnte ich überglücklich den 3. Preis in Empfang nehmen.

Reifen schon die ersten Ideen für das neue Thema der 5. "art-figura"?

Das Thema "Säge mir ein liebes Wort", das von der Kuratorin Anna-Franziska Schwarzbach vorgegeben wurde, hat es in sich. Lässt aber auch reichlich Spielraum, um die Fantasie zu beflügeln. Ohne bereits zu viel zu verraten, werden die Schubkästen, mit denen ich schon einige Jahre experimentiere, im Mittelpunkt stehen. Als Malerin muss ich mir aber diesmal eine Installation einfallen lassen, da spezielle Materialen nicht vorgegeben sind, aber keine Malereien darin vorkommen sollen.

Wie finden Sie den Wettbewerb als Plattform für Künstler?

Eine wunderbare Sache. Immerhin ist es, meinem Wissen nach, der größte Wettbewerb in Sachsen. Da fällt mir ein Zitat des Bildhauers Ernst Barlach ein: "Zu jeder Kunst gehören zwei - einer, der sie macht und einer, der sie braucht." Es ist also wichtig, dass Leute auch in Ausstellungen gehen, um Kunst zu konsumieren. Auch der Ausstellungsraum mit dem schönen Schloss, der Altstadt und dem Tunnel motiviert, um sich an solch einem Wettbewerb zu beteiligen. Jetzt haben die Bewerber bis zum 24. April des nächsten Jahres Zeit, die Titelvorgabe künstlerisch in eine Skulptur oder Plastik umzusetzen. Auf das Ergebnis meiner Künstlerfreunde aus nah und fern bin ich ebenfalls sehr gespannt.