Sachkundeunterricht mal anders

Waldjugendspiele Über 300 Kinder waren in Gelobtland dabei

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Fred Uhlig (hinten) mit Kindern der Kühnhaider Grundschulen an den Fühlkästen. Foto: Jan Görner

Gelobtland. Vergangene Woche haben nahe dem Tourismuszentrum im Marienberger Ortsteil Gelobtland die diesjährigen Waldjugendspiele stattgefunden. Etwa 300 Dritt- und Viertklässler aus sieben Schulen der Region haben daran teilgenommen. An zehn Stationen sind die Kinder mit Grundlagen des Waldes vertraut gemacht worden.

"Wir erleben in allen Altersstufen eine zunehmende Entfremdung vom Wald. Dem wollen wir entgegenwirken", erklärte Thomas Köhler vom Forstbezirk Marienberg. An den Stationen lernten die Kinder unter anderem wichtigen Baumarten zu unterscheiden. Einheimische Tiere standen als Präparate bereit. Und sogar in die technische Ausstattung der Waldarbeiter konnten sie ein wenig hinein schnuppern. Natürlich kam auch die Bewegung nicht zu kurz. Schließlich maß der Parcours etwa zwei Kilometer Länge.

Habt ihr alle genau aufgepasst?

Außerdem durften sie ihrem Bewegungsdrang beim Zapfenzielwurf und beim Umstapeln eines Holzpolters frönen. Ob die Teilnehmer unterwegs auch gut aufgepasst hatten, merkten sie beim Wissensquiz. Das bildete für jede Gruppe den Abschluss. Die Kinder hatten dabei ihren Spaß. "Wir haben auch sehr viel gelernt", versicherte Ole Groß aus der dritten Klasse der Grundschule Kühnhaide. Er war vor allem von der Technik der Waldarbeiter fasziniert. Die Baumarten hat er schon sehr gut erkennen können. Schließlich ist das schon in Sachunterricht dran gewesen.

Aus der Sicht der Lauterbacher Grundschullehrerin Annika Leuthold stellten die Inhalte entlang des Parcours eine sehr gute Ergänzung und Wiederholung zum Sachkundeunterrichtsstoff dar. "Außerdem ist das etwas ganz anderes, als Unterricht in der Schule", versicherte sie.