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Sachliche Diskussionen über Flüchtlingskrise

Einwohnerinformation Bad Schlema hat 365 Tage Erfahrung

Bei einer Einwohnerinformationsveranstaltung hat man in Bad Schlema jetzt über die Herausforderung und den aktuellen Stand im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylsuchenden gesprochen. Bad Schlema ist seit 365 Tagen mit dem Thema konfrontiert. Bürgermeister Jens Müller erklärt: "Es gab bis zum heutigen Tag keine nennenswerten Vorkommnisse." Die dezentrale Unterbringung der Menschen habe sich bewährt. In der kommunalen Wohnungsgesellschaft hat man elf Wohnungen hergerichtet. Derzeit sind im Ort 40 Asylsuchende dezentral untergebracht. Hinzu kommen 20 unbegleitete minderjährige Asylsuchende, die in der ehemaligen Bauberufsschule betreut werden und 18 im ehemaligen Kinderheim am Toelleberg. Moderiert hat die Veranstaltung Frank Richter, der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Er sagt: "Die vielen Flüchtlinge, die Europa erreichen, sind nicht nur ein Problem, es sind Menschen. Viele Probleme lassen sich auf europäischer oder nationaler Ebene lösen." Der Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth erklärt: "Die Zuwanderung habe sich gewandelt. Kamen zuerst zum Großteil junge Männer, sind es jetzt mehrheitlich junge Familien." Der Ausländerbeauftragte ist überzeugt, dass die Zuwanderer Deutschland bereichern. Mackenroth sagt auch: "Zwei Drittel der Menschen, die nach Deutschland kommen, möchten gern in ihre Länder zurück, wenn dort wieder Frieden herrscht." Im Rahmen der Veranstaltung wurde sachlich diskutiert. Es gibt zur Veranstaltung ein Protokoll, das auf der Homepage der Gemeinde Bad Schlema und auf der des Landeskreises veröffentlicht wird.