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Sachsenring-Held verstorben

Andenken Erfolgreichster DDR-Titelträger Gernot Weser ist tot

Der erfolgreichste ehemaliger DDR-Spitzenfahrer des Motorradrennsports ist Anfang des Monats nach langer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren in seiner Heimatstadt Riesa verstorben. Bis Gernot Weser eine schwere Krankheit ereilte, war der selbständige Schlossermeister bei Classic-Veranstaltungen im historischen Rennsport, meist auf seiner Kreidler und der starken Norton, aktiv. Gernot Weser startete 1959 beim MC Pneumant Riesa seine Karriere als Motorradrennfahrer. Als 1973 die sogenannte Schnapsglasklasse, ein Hubraum von 50ccm, zur DDR-Meisterschaft ausgeschrieben wurde, gewann Gernot Weser die kleinste aller Klassen als erster Fahrer. Im darauf folgenden Jahr wurde er Vizemeister, zwischen 1975 bis 1982 achtmal in Folge DDR-Meister auf seiner Kreidler. Auf der alten Strecke des Sachsenrings mischte Gernot Weser zwischen 1969 und 1972 auch in der Weltmeisterschaft mit, blieb jedoch punktlos auf seiner Kreidler, da die ausländische Konkurrenz, darunter Angel Nieto aus Spanien und der Niederländer Aalt Toersen, auf den Werksmaschinen nahezu unschlagbar für DDR-Rennfahrer waren. Den Schlusspunkt seiner erfolgreichen Rennfahrerkarriere setzte Gernot Weser 1983 beim Internationalen Rennen in Hořice in der Tschechischen Republik.

Er wird all seinen Fans besonders am Sachsenring, wo am letzten Wochenende Motorrad Grand Prix Nummer 30 in der Geschichte der legendären Rennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal mit 211.588 Zuschauern gezählt wurde, und Gernot Weser mit Gewissheit auch diesmal vor Ort gewesen wäre, in guter Erinnerung bleiben. Gernot Weser hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder.



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