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Saison 2019/20 der 1. und 2. Handball-Bundesliga mit sofortiger Wirkung beendet

EHVAue Profiklubs haben im Umlaufverfahren entschieden

Lößnitz. 

Lößnitz. Dass was Rüdiger Jurke, Manager des EHV Aue schon vermutet hat, ist jetzt bestätigt worden - die Corona-Pandemie zwingt die Handball-Bundesligisten zum vorzeitigen Saison-Abbruch, der heute bekannt gegeben worden ist seitens der HBL - Handball-Bundesliga. Die 36 Profiklubs haben die Entscheidung zum Abbruch mittels Umlaufverfahren gemäß des Covid-19-Abmilderungsgesetzes mit sehr deutlicher Mehrheit getroffen.

Damit reagiert der deutsche Profihandball auf die massiven Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Solidarität und Fürsorgepflicht machen den Abbruch alternativlos. Hinsichtlich der Planung für die nächste Saison hofft die HBL auf eine Neubewertung durch Politik am 30. April verbunden mit der Hoffnung, dass es eine Neubewertung der Corona-Krise gibt, welche Planungssicherheit im Hinblick auf den Einstieg in die Saison 2020/21 gibt.

Sportliche Bewertung

Die Saison wird seitens des HBL-Präsidiums anhand von Abbruchtabelle und Quotienten-Regeln bewertet. In der 2. Handball-Bundesliga ist der HSC 2000 Coburg Meister und damit Aufsteiger in die 1. Bundesliga ebenso wie die Zweitplatzierten von TUSEM Essen. In der 1. und 2. Handball-Bundesliga wird es keine sportlichen Absteiger geben. Die HSG Krefeld hat keine Lizenz erhalten und steht als Absteiger aus der 2. Bundesliga fest.

Nach Abstimmung mit dem Deutschen Handballbund steigen statt der vorgesehen drei Teams, in der kommenden Saison vier Mannschaften aus den vier 3. Ligen in die 2. Liga auf. Durch diese Saisonbewertung würde sich zum jetzigen Zeitpunkt eine Aufstockung der Bundesliga von 18 auf 20 Mannschaften ergeben und in der 2. Handball-Bundesliga von 18 auf 19 Mannschaften.

Abbruch war zu erwarten

Rüdiger Jurke sagt: "Es war zu erwarten, dass die Saison abgebrochen wird und jetzt müssen wir darüber nachdenken, wie wir die kommende Saison gestalten." Es gibt eine Arbeitsgruppe, wo Rüdiger Jurke mitwirkt und wo man verschiedene Szenarien erstellt: "Es steht die Frage, können wir wie geplant im September wieder anfangen oder erst später?" Auch die Möglichkeit wird durchgespielt, einige Spiele ohne Zuschauer zu starten.

"Am Donnerstag werden wir uns per Video-Konferenz mit der Mannschaft zusammensetzen", so Jurke. Dort wird es darum gehen, wie man weiter verfährt: "Theoretisch können die ausländischen Spieler nachhause fahren, wenn sie wollen. Der Trainingsbetrieb bleibt eingestellt und jeder sollte sich selbst fit halten." Ansonsten gilt es abzuwarten. Im Mai/ Juni will Jurke mit den Sponsoren sprechen: "Wir hoffen natürlich, dass alle die Krise wirtschaftlich meistern und uns weiter unterstützen können." Der EHV Aue hat die Lizenz bekommen und spielt auch kommende Saison in der 2. Handball-Bundesliga.