Salutschüsse auf Burg Scharfenstein

Schützenverein Verein feiert Bestehen und Geburtstag Stülpners

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Vor den Augen von Karl Stülpner alias Ralph Görner gaben die Mitglieder des Schützenvereins ihre Salutschüsse ab. Foto: Andreas Bauer

Scharfenstein. Gleich zwei Jubiläen hatten die Mitglieder des Gebirgs-Schützenvereins "Carl Stülpner" zu feiern, als sie kürzlich an der Burg Scharfenstein zu fünf Salutschüssen ansetzten. Einerseits feierten sie das 25-jährige Bestehen ihres Vereins. Andererseits würdigten sie mit ihrer Aktion den 255. Geburtstag des in Scharfenstein geborenen Wildschütz, nach dem sie sich benannt haben.

Stolz auf den Verein

Fast hätte man meinen können, Karl Stülpner persönlich ließ sich dieses imposante und vor allem laute Ereignis nicht entgehen. Doch natürlich stand da in historischer Kleidung "nur" Ralph Görner, der den erzgebirgischen Volkshelden auf der Burg Scharfenstein schon seit Jahren verkörpert. Und Stülpner alias Görner fühlte sich durchaus geehrt, als Erich Mädler vom Schützenverein vor den Schüssen noch eine kurze Rede hielt und dabei den Wildschütz persönlich ansprach: "Für seine 255 Jahre sieht er noch ganz gut aus."

Neben Stülpners Leben ging es in der Rede aber auch um die Geschichte des Gebirgs-Schützenvereins, die deutlich weiter zurückreicht als die offiziellen 25 Jahre. So sei man bereits Anfang der 1980er-Jahre dem Hobby mit den historischen Waffen nachgegangen, berichtete der Vereinsvorsitzende Reiner Brumme. Damals geschah das noch unter dem Dach der Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft Wismut.

Nach der Wende musste dann ein Verein gegründet werden, um an Wettkämpfen teilzunehmen und auch selbst welche auszurichten. "Seither sind wir immer so um die 15 Mitglieder", erzählte Brumme, der stolz ist auf den Verein. Schließlich haben die zwischen 31 und 69 Jahre alten Schützen schon viele Erfolge erkämpft - darunter mehr als 100 Landesmeistertitel.