Salzer-Haus-Türen stehen offen

Aktion Neugierige dürfen Meistern zuschauen

Zum Tag des traditionellen Handwerks im Erzgebirge stehen am Sonntag 10 bis 17 Uhr bei vielen Handwerkern der Region die Türen offen. Neugierige haben Gelegenheit, den Meistern ihres Fachs bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

In über 160 Werkstätten dreht sich alles um Dinge, wie Schnitzen, Klöppeln, Sticken, Schmieden und Töpfern. Einblicke sind in zahlreiche Gewerke erlaubt: drunter auch die Glasbläserei und das Papierschöpfen. Zu erleben sind die vielfältigen Facetten des Handwerks. Einer der 1.500 beteiligten Akteure, ist der Zwönitzer Frank Salzer.

"Besucher können sich im historischen Salzer-Haus aus dem Jahre 1770 umschauen", so der Holzbildhauermeister. Einige Künstler zeigen dort eine Auswahl ihrer Werke in der Galerie "Holzschauer". In der alten Bauernstube wird zudem Brauchtum bis heute gepflegt. Traditionen gibt es im Handwerk einige: dazu gehört es, dass Gesellen, nachdem sie ihre Prüfung abgelegt haben, auf Wanderschaft gehen. "Dabei dürfen sie den Bannkreis nicht berühren, der sich 50 Kilometer um den Heimatort zieht", erklärt Salzer.

Tradition sei es auch, dass Gesellen auf Wanderschaft die ersten 100 Kilometer tatsächlich zu Fuß gehen müssen und erst dann auf Verkehrsmittel zurückgreifen können. In einigen Regionen sei diese Tradition bis heute immer noch so üblich. rw