Sanitäranlagen: Dynamo übernimmt den Schaden

Sachbeschädigung Anhänger der Schwarz-Gelben randalierten im Erzgebirgsstadion

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Herausgerissene Türen, zertretene Toilettenbrillen und demolierte Papierhalter - Dynamo Anhänger haben deutliche Spuren hinterlassen. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Aue. Blinde Zerstörungswut und rohe Gewalt muss einige Fans von Dynamo Dresden nach dem 0:0 in Aue getrieben haben. Die bisher unbekannten Täter zerlegten die Sanitäranlagen im Gästeblock: Waschbecken wurden zertrümmert, Türen und Trennwände aus der Verankerung getreten und Lüftungsrohre von der Decke gerissen. Entrüstung über das Geschehen gab es nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch seitens beider Vereine. Dynamo Dresden reagierte mit einer offiziellen Pressemitteilung.

Dresdner Verantwortliche lenken ein

"Erneut haben es einige Wenige durch ihr kriminelles Verhalten geschafft, dass am Tag nach dem Spiel nicht ausschließlich über ein Fußballfest gesprochen wird", erklärte Michael Born, kaufmännischer Geschäftsführer bei Dynamo. Sein Verein und alle friedlichen Fans würden dadurch einmal mehr in ihrem Ansehen beschädigt, heißt es weiter. "Wir sind über die rohe Gewalt dieser Personen entsetzt und verurteilen dieses Verhalten auf das Schärfste", so Born.

Gleichzeitig kündigte der Verein aus der sächsischen Landeshauptstadt an, dass man die Kosten für die Reparatur übernehmen wolle. Wie das Landratsamt als Eigentümer des Stadions mitteilte, liege der Schaden in fünfstelliger Höhe. Gleichzeitig bestätigte das Landratsamt, dass es Schäden in dieser Größenordnung bisher noch nicht gegeben habe. "Zwar haben die bisherigen Gästefans gelegentlich auch ein paar Spuren hinterlassen. Dies reichte von harmlosen Vereinsaufklebern über Kratzspuren und ein paar Schmierereien bis zu absichtlich produzierten Verstopfungen", heißt es auf Nachfrage: "Zerstörungen fanden aber bisher nicht statt."

Aktuell drängt die Zeit, denn für die Lila-Weißen steht ja im Erzgebirgsstadion ein Relegationsspiel an. Dann müssen die Gästetoiletten natürlich wieder in Ordnung sein.