Schüler werden zu "Kräuterhexen"

Schulprojekt Drittklässler lernen im Mittelalterdorf der Burg Scharfenstein viel dazu

Scharfenstein. 

Scharfenstein. Man erntet, was man sät. Dass dies mehr als nur ein Sprichwort ist, hat gerade die dritte Klasse der Grundschule Großolbersdorf erfahren. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit der Burg Scharfenstein hatten die 22 Schüler und ihr Klassenleiter Thomas Uhlig im Mai geholfen, den Kräutergarten im dortigen Mittelalterdorf anzulegen. Nach der Pflege der Pflanzen wurde nun die Ernte eingefahren - und bei einer Sommerparty teilweise verwertet.

Große Freude über den Einsatz der Schüler

"Wir haben die Klasse in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Sie stellten zum Beispiel Kräuterbutter und Kräuterlimo her. Gleichzeitig mussten die Kinder dabei kleine Forschungsblätter ausfüllen", berichtet Museumspädagogin Marleen Dietz. Sie freute sich nicht nur über den Einsatz beim Abschluss, sondern auch in den Monaten zuvor: "Einige Schüler sind sogar in den Ferien gekommen und haben sich gekümmert."

Während der Schulzeit war das Projekt Teil des Sachkundeunterrichts. "Kräuterpflanzen sind im Sachunterricht dran. Daher passte die Aktion sehr gut in den Lehrplan", erklärt Thomas Uhlig. Er freute sich daher riesig über das Angebot der Burg, mit den Schülern Abstecher in das Mittelalterdorf zu unternehmen. Das nicht nur auf Spaß, sondern auch auf Pädagogik ausgerichtete Projekt sei bei den Kindern sehr gut angekommen.

Ganz im Stile der Ritter und Handwerker

"Sie haben ja nicht nur über die Pflanzen, sondern über das damalige Leben generell viel erfahren", so der Klassenleiter. Im Stile der Ritter und Handwerker von damals stellten die Drittklässler nun bei der Sommerparty ihr eigenes Essen her. Zu den Kräuter-Speisen gab es Stockbrot, frisch über dem Lagerfeuer gebacken. Geöffnet bleibt das Mittelalterdorf noch bis Ende Oktober - an jedem letzten Sonntag des Monats. Nach der Winterpause geht es im April 2020 weiter.