Scharfensteiner mischt in der Weltspitze mit

Motorsport Florian Görner bestand WM-Feuertaufe

Der 17-jährige Florian Görner. Foto: Thorsten Horn

Drebach/Santiago de Compostela. Bei der zweiten Station der Enduro-WM 2018 waren am letzten April-Wochenende im spanischen Santiago de Compostela auch die beiden Junioren-Klassen am Start. Mittendrin in der Youth-Enduro-Weltmeisterschaft der bis maximal 20-Jährigen: der Scharfensteiner Florian Görner.

"Ich habe keine besondere Zielsetzung, sondern will vor allem internationale Erfahrung sammeln", erklärte der erst 17-Jährige bei seiner Ankunft mit Vater und Bruder nach rund 2.700 Kilometern im Kleintransporter.

Und weiter: "Aus Budgetgründen sind in diesem Jahr nur drei WM-Läufe drin. Nach diesem hier werde ich voraussichtlich noch in Edolo in Italien fahren sowie natürlich beim WM-Finale, das in diesem Jahr in Rüdersdorf bei Berlin stattfindet. Die WM ist zwar gut aufgezogen, aber eigentlich zieht es mich mehr zum Hard-Enduro. In Deutschland geht es, außer bei Rund um Zschopau, meist nur über Wiesen und Felder. Das spricht mich nicht besonders an."

Fehler führte zu Strafminute

Nachdem er sich beim Prolog am Freitagabend mit Platz neun unter 20 "Klassenkameraden" mehr als achtbar schlug, machte er auch am ersten regulären Fahrtag in diesem Stil weiter. Leider unterlief ihm und seinem kleinen Team ein kleiner aber folgenschwerer Fehler, sodass er eine Zeitkontrolle knapp verpasste, dafür eine Strafminute kassierte und auf den 19. Platz zurück fiel.

Auf Sonnenschein folgte Regen und ein Temperatursturz - Bedingungen, die Florian Görner zu nutzen wusste und als Neunter in die Top 10 fuhr. "Das waren heute Bedingungen wie bei uns im Erzgebirge", meinte er anschließend am Ende des Jakobsweges schlammgebadet aber glücklich drein schauend.