Schatz im Bergbaumuseum Oelsnitz geborgen

Fund Armaturen des Leonard-Umformers aufgetaucht

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Sammlungsleiter Heino Neuber (li.) und Matthias Hempel vom Museumsteam haben die entdeckten Armaturen genau unter die Lupe genommen. Foto: Ralf Wendland

Oelsnitz. Der Keller des Bergbaumuseums in Oelsnitz ist ein außergewöhnlicher Ort, der wahre Schätze birgt, wie sich jetzt herausgestellt hat. Bei Aufräumarbeiten sind einige Armaturen aufgetaucht, die man dem Leonard-Umformer zuordnet, der in der Dauerausstellung zu sehen ist. Mit der Maschine, die von 1923 stammt und 1926 noch einmal umgebaut wurde, hat man früher den Drehstrom des Kraftwerkes in Gleichstrom gewandelt, um die Fördermaschine des Kaiserin-Augusta-Schachtes am Ort betreiben zu können. Bis 1973 hat die Maschine zuverlässig ihren Dienst verrichtet bevor sie außer Betrieb genommen wurde.

Im Zuge der Einrichtung des Bergbaumuseums hat man einige Teile der Maschine, wie beispielsweise die Schalttafel-Wände abgebaut, um Platz zu schaffen. Ein wichtiger Bestandteil war die Schaltsäule mit großen Armaturen. "Stromstärke, Spannung und Leistung konnte man daran ablesen", erklärt Sammlungsleiter Heino Neuber: "Man kennt es ja auch von zuhause. Manche Dinge werden gut eingelagert und man schaut sie über Jahre nicht an."

Im Museum sei das nicht anders gewesen. Bei den Aufräumarbeiten jetzt sind drei der Armaturen wiederaufgetaucht: "Ganz hinten in der Ecke hat man sie gefunden. Wir standen vor der Frage, wo man diese zuordnen muss", erzählt Neuber. Beim Durchsehen alter Bilder kam der Gedanke auf, es könnten die Armaturen der Schaltsäule sein. Es stellte sich heraus, dass es tatsächlich so ist.

"Für uns ist das ein sehr interessanter Fund mit Bezug zu einem vorhandenen Objekt in der Ausstellung", so Neuber. So könne man die Funktionsweise des Umformers in einer ganz anderen Art und Weise im Museum darstellen. Wie Museumsleiter Jan Färber erklärt, wolle man die Schaltsäule nachfertigen lassen. In welcher Form das geschieht, sei noch offen.