Schau erzählt von Engagement eines Lehrers

Ausstellung Erzgebirgsmuseum lädt zur Zeitreise in die Vergangenheit ein

Annaberg_B. Gerade noch bei den Aufbauarbeiten der neuen Ausstellung, steht Jörg Bräuer als Kurator der Städtischen Museen am heutigen Samstag schon wieder zur Eröffnung der Exposition bereit. Im Annaberger Erzgbirgsmuseum gibt es nämlich etwas ganz Besonderes zu feiern, und zwar den 125. Geburtstag. Dazu eröffnet heute eine Sonderausstellung ihre Pforten. Stadtsprecher Matthias Förster informiert: "Mit besonderen Exponaten beleuchtet sie schlaglichtartig die Entwicklung des Museums und die Strategie des Gründers Emil Finck. Einzelne Sachzeugen werden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Auf ganz unterschiedliche Weise zeugen sie von der Historie und Volkskultur in Annaberg-Buchholz und dem Erzgebirge." Die Geschichte des Erzgebirgsmuseums reicht zurück ins 19. Jahrhundert. Vor 125 Jahren, am 12. Juni 1887, gründete der "Verein für Geschichte von Annaberg und Umgegend" das "Museum erzgebirgischer Alterthümer". Aus dem Archiv des Museum ist ersichtlich, dass die Initiatoren gebildete, wohlhabende und einflussreiche Bürger der Stadt waren. Schon 1883 und 1885 gab es naturkundliche und lokalhistorische Ausstellungen mit vielen interessanten Stücken, Dokumenten und historischen Sachzeugen. Hauptinitiator des ehrgeizigen Projektes war der Bürgerschullehrer Emil Finck. Er lebte von 1856 bis 1922 und erwarb sich besondere Verdienste bei der Bewahrung erzgebirgischer Kulturgüter. Außerdem wirkte er an den Gründungen von Geschichtsverein, Erzgebirgsverein und Hammerbund mit. Ihm zu Ehren wird die Jubiläumsausstellung 125 Jahre Erzgebirgsmuseum an seinem 156. Geburtstag eröffnet. Zu sehen ist die Sonderschau bis zum 1. April 2013.