Schau zeigt Fotos verlassener Orte

Ausstellung Morbider Charme effektvoll in Szene gesetzt

Schlettau. 

Schlettau. Es ist eine ganz spezielle Sonderausstellung, die noch bis zum 28. Juli ins Schloss Schlettau einlädt. Unter dem Titel "Verlassen, doch nicht vergessen" zeigt der Fotograf Kris Weber exklusive Lost-Place-Fotografien auf Aluminiumplatten gedruckt.

Lost Places erzeugen Gänsehaut

Überall gibt es verlassene und vergessene Orte. Und genau das hat der Scheibenberger als "Lost Places" in Deutschland mit seinen Bildern festgehalten. Denn, wenn alles verlassen ist, dann sind die Motive etwas Besonderes. Natürlich nur, sofern man ein Auge dafür hat. Kris Weber hat dieses Auge und auch das Feeling, solche Orte aufzustöbern und sie perfekt in Szene zu setzen. Denn seine Lost-Places-Fotografien beeindrucken, stimmen oftmals nachdenklich und erzeugen Gänsehaut. So sieht das auch Schlettaus Bürgermeister und Vorsitzender des Schlossfördervereins, Conny Göckeritz: "Was die Ausstellung so interessant macht ist, dass Kris Weber historische Bausubstanz perfekt in Szene setzt und sie so zum Leben erweckt. Lost Places ist eine Sache, die derzeit sehr in Mode ist. Weltweit gibt es Künstler, die sich dafür interessieren, Kunst, verbunden mit historischen Monumenten, darzustellen."

Es ist der Hauch des Außergewöhnlichen, der die Fotos von Kris Weber ausmacht. Es ist aber vor allem die Art und Weise, wie er mit Details für Spannung sorgt und damit den morbiden Charme der alten Gemäuer regelrecht hervorzaubert. Für den Fotografen ist es eine Erinnerung an die Vergänglichkeit von allem und jedem - und vielleicht gerade deshalb ein Hinweis, dass wir achtsam mit all dem umgehen sollten, das wir eines Tages verlieren. Es ist verlassen, doch nicht vergessen.

Zu sehen ist die Ausstellung Dienstag bis Sonntag und feiertags 10 bis 17 Uhr.