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Schicksal oder Zufall? Grenzöffnung zu Anton Günthers Geburtstag

Geburtstag Volksdichter wäre am Tag der Grenzöffnung 144 Jahre alt geworden

Region. 

Am vergangenen Freitag öffnete Tschechien seine Grenze auch nach Deutschland. Die meisten Erzgebirger schienen von der plötzlichen Grenzöffnung nach knapp drei Monaten überrascht, denn der grenzüberschreitende Verkehr startete verhalten. Nur einige waren jenseits von Sachsen unterwegs, um in der Grenzregion einzukaufen, zu tanken oder der Dienstleistungen halber. Daneben kann auch die Anhängerschaft des erzgebirgischen Volksdichters und Sängers Anton Günther, der an diesem Tag, also am 5. Juni, 144 Jahre alt geworden wäre, wieder den Grenzübergang in Oberwiesenthal passieren. Ziel der Pilgerschaft ist nach wie vor der kleine Ort Gottesgab, dessen Gendenkstätten und die Wohn- und Wirkungsstätte Anton Günthers, der am 29. April 1937 in den Freitod ging. Noch heute haben sich zahlreiche Heimatvereine auf böhmischer wie auf deutscher Seite Anton Günther und seinem Vermächtnis, einem reichen Schatz an heimatlichen Liedergut, verschrieben. So erinnern in zahlreichen Orten des Erzgebirges Gedenksteine an den Mundartdichter. Nun sind viele Anhänger froh, wieder seine Wirkungsstätte in Gottesgab besuchen zu können, insbesondere an seinem Ehrentag.