Zoo der Minis: Schildkröten überwintern im Kühlschrank

Zoo Tiere leben ursprünglich im Südosten der USA und in Mexiko

Aue. 

Aue. Die Rotwangen-Schmuckschildkröten im Auer Zoo der Minis werden derzeit auf den Winter vorbereitet. Dazu sind die Tiere aus dem Schildkrötenteich heraus umgezogen zunächst in eine vorübergehende Unterbringungsmöglichkeit in der Futterküche des Tiergartens, bevor es dann ins eigentliche Winterquartier geht. Das ist im Fall der Schildkröten ein Kühlschrank. "Das ist ganz typisch für Schildkröten, dass man sie auf diese Art überwintert. Das entspricht der natürlichen Überwinterung am ehesten.

 

Der Kopf schaut raus

Die Tiere kommen in einen Kübel mit Wasser, aber nur so viel, dass der Kopf noch herausschaut und sie atmen können. In freier Natur würden sich die Schildkröten im Uferbereich des Teiches in den Schlamm eingraben und dort überwintern, indem sie in eine Winterruhe, fast schon eine Winterstarre verfallen", erklärt Zootierpfleger Peter Hömke. Da das im Zoo der Minis nicht möglich ist, müssen die Schmuckschildkröten den Teich verlassen. Bevor es ins Winterquartier geht werden die Schildkröten einem Tierarzt vorgestellt und entwurmt.

Die Schildkröten sind Einzelgänger

Rotwangen-Schmuckschildkröten werden bis zu 30 Zentimeter lang und bringen ein Gewicht von bis zu 1,5 Kilo auf die Waage. Ihr ursprünglicher Lebensraum sind ruhige, pflanzenreiche Gewässer im Südosten der USA und in Mexiko. Diese Tiere sind Einzelgänger, doch zum Sonnenbaden kommen sie in Gruppen zusammen. Erwachsene Rotwangen-Schmuckschildkröten ernähren sich rein vegetarisch und Jungtiere dagegen fressen auch wirbellose Tiere.