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Schlaglöcher der B174 bereiten der Straßenmeisterei Sorgen

Straßenbau Auf der Verkehrsader zwischen Zschopau und Marienberg wird häufig geflickt

Großolbersdorf. 

Großolbersdorf. Die Bundesstraße B174 stellt für die Straßenmeisterei Gornau eine besondere Herausforderung dar - vor allem im Winter. "Da es sich um eine autobahn-ähnliche Straße handelt, gewährleisten wir eine 24-Stunden-Betreuung", erklärt Straßenmeister René Seidel. Dass die wichtige Verkehrsader in Richtung Tschechien tatsächlich viel Zeit in Anspruch nimmt, liegt nicht nur am hohen Verkehrsaufkommen durch die vielen Trucks und LKW. Auch der schlechte Zustand der Straße zwischen Zschopau und Marienberg sorgt dafür, dass viele Einsätze nötig sind. Es geht nicht nur ums Schneeschieben und Salzstreuen, sondern auch das Flicken der vielen Schlaglöcher.

Schäden aus der Tiefe

"Jeden Tag sind Mitarbeiter von uns in einem Aufsichtsfahrzeug unterwegs, um den Zustand der Straßen zu kontrollieren", so Seidel. Nicht selten werden dabei Mängel an der B174 zwischen Zschopau und Marienberg gemeldet, denn die letzten grundhaften Arbeiten der Bundesstraße sind lange her. Als letztes wurde vor rund sechs Jahren eine Deckensanierung vorgenommen. Diese brachte zwar kurzfristig eine Verbesserung, doch speziell während der Wintermonate häufen sich die Schlaglöcher. "Die Frostschäden kommen aus der Tiefe", erklärt Seidel. Sobald die Feuchtigkeit einmal eingedrungen ist und das Thermometer unter den Gefrierpunkt sind, kommt es zwangsläufig zu Schäden in der Straßendecke.

Notlösung hält nur kurz

Kleine Löcher werden schnell zu tiefen Kratern. "Einmal hatten wir ein Schlagloch, das abends zuvor rund 40 Zentimeter und am nächsten Morgen rund einen Meter breit war", berichtet der Straßenmeister. Da derzeit die Mischwerke geschlossen sind und kein Heißasphalt verwendet werden kann, werden die Löcher mit Kaltmischgut aufgefüllt. Es handelt sich um eine Notlösung, die bei nasskaltem Wetter aller paar Tage, spätestens aber nach wenigen Wochen wiederholt werden muss. Den schlechten Zustand der B174 habe Seidel schon vor langer Zeit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr gemeldet, doch für "mögliche kommende Erhaltungsmaßnahmen sind zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine belastbaren Angaben möglich", wie Franz Grossmann aus der Pressestelle mitteilt. Erst mit Ausgang des Winters werde eine Bewertung vorgenommen, "um einen zielgerichteten Kapazitäts- und Mitteleinsatz zu gewährleisten". Auch in den kommenden Wochen werden die Fahrer also mit Schlaglöchern und den Flickeinsätzen der Straßenmeisterei leben müssen.



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