Aus der Schlösser- und Burgenfahrt, deren Start und Ziel am kommenden Samstag wieder die Augustusburg sein wird, hätte Andreas Lieschke in diesem Jahr auch die Schlösser- und Mühlenfahrt machen können. Schließlich führt die Tour, die der Oldtimer-Fan gemeinsam mit den Schloss und vielen weiteren Helfern auf die Beine stellt diesmal an ganz besondere Orte von historischer Bedeutung. Auf ihrer gut 200 Kilometer langen Runde legen die Biker vormittags eine Leinölpause an der Ölmühle Dörnthal ein, ehe die große Mittagspause an der Mühle Bienhof folgt. Und auch nachmittags wird vor ähnlicher Kulisse Halt gemacht: Die Kaffeepause wartet an der Rabenauer Mühle.
Seltene Raritäten sind zu erleben
Als Trend lassen sich die Mühlen freilich nicht bezeichnen – im Gegensatz zu zwei anderen Entwicklungen, die Lieschke in diesem Jahr ausgemacht hat. „Es sind immer mehr Motorräder dabei, von denen es nur noch ganz wenige Exemplare gibt“, erklärt der Organisationsleiter. Bestes Beispiel dafür ist eine 1932 gebaute Hercules HJ 500, die eine echte Rarität darstellt. „Nur diese eine Maschine ist von diesem Typ noch bekannt“, erklärt Lieschke, der sich noch auf weitere seltene Schätze freut. Unter anderem eine 104 Jahre alte Wanderer aus Chemnitz sowie eine BMW R32, die laut Lieschke eine Ikone der Motorradgeschichte darstellt: „Das ist das erste Serienmotorrad, das von BMW gebaut wurde.“
Junge Leute zeigen Begeisterung
Tatsächlich hat aber jedes der rund 200 teilnehmenden Motorräder seine ganz eigene Geschichte – genau wie die Fahrer. Und die sind keineswegs nur der älteren Generation zuzuordnen. „Es nehmen außergewöhnlich viele junge Leute teil“, schildert Lieschke seine zweite wichtige Erkenntis. Einige der Teilnehmer seien noch nicht einmal 30 Jahre alt, was die Organisatoren durchaus erfreut. „Das zeigt, dass Nachwuchs da ist“, sagt Lieschke mit freudigem Blick auf die Zukunft. Und die jungen Teilnehmer würden sich keineswegs nur auf Werke anderer setzen, sondern bringen stets auch Leidenschaft und die nötigen Fachkenntnisse mit. Letztere sind wichtig, denn auf der langen Tour durchs Osterzgebirge könnte durchaus die eine oder andere Reparatur nötig sein.
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