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Schloss Wildeck mit Treppenlift ausgestattet

Inklusion Rollstuhlfahrer gelangen problemlos in obere Geschosse

Zschopau. 

Zschopau. Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung haben es künftig leichter, in obere Geschosse von Schloss Wildeck zu gelangen.

Zwei Wochen lang haben Mitarbeiter einer Bielefelder Firma einen Treppenlift installiert, der Betroffene auf einer kleiner Plattform nach oben bringt. "Es ist wichtig, alle Menschen einzubinden. Deshalb spielt Inklusion für uns eine große Rolle", sagt Christian Vogel, der Leiter des Zschopauer Kultur- und Tourismus-Betriebs über die neue Anlage. Diese besteht zum größten Teil aus Stahlrohren, die entlang des Treppengeländers nach oben führen. "Es gibt noch nicht viele Schlösser mit solch einer Ausrüstung", sagt Vogel über den Treppenlift, dessen Installation eine große Herausforderung darstellte.

"Es war schwer zu sehen, was sich hinter dem Putz verbirgt", erklärt Baufachmann Mirko Baumgarten. Er und sein Kollege mussten beim Befestigen der Bauelemente daher sehr behutsam vorgehen. Das Mauerwerk stellte aber nicht die einzige Schwierigkeit dar. Auch das maßgenaue Anpassen erforderte einen hohen Aufwand.

Zunächst wurde die sogenannte Fahrbahn, bestehend aus zwei Rohren, provisorisch vom Erdgeschoss bis hinauf in die zweite Etage verlegt. Als alles passte und miteinander verbunden war, begann die Befestigung im Mauerwerk. Wie sich herausstellte, waren dafür spezielle Winkel nötig. "Aber so ein Bau ist immer eine individuelle Sache", so die Mitarbeiter.

Bis zu 300 Kilogramm kann der neue Fahrstuhl transportieren. Mitarbeiter des Schlosses werden die Personen anleiten, die die Anlage in Zukunft nutzen.

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