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Schmeilhaus und Härtelhaus bieten Kulisse für zwei Ausstellungen

Ausstellung Von Schnitz- und Klöppelkunst bis zu Augmented-Reality im Rahmen "Vom Berg"

Schneeberg. 

Schneeberg. Es ist alles etwas anders als geplant. Auch wenn die Schneeberger zu ihrem 550. Stadtjubiläum auf die Festwoche, die jetzt gelaufen wäre, verzichten müssen, gibt es doch einige Aktivitäten, Projekte und Aktionen. Dazu gehören zwei Ausstellungen, die seit heute bis 8. August zu sehen sind. Interessierte können sich im "Schmeilhaus" am Fürstenplatz 1 von vielfältigem "Kunsthandwerk" überraschen und begeistern lassen.

Markus Weber, der Projektverantwortliche seitens der Stadt Schneeberg sagt: "Im Erdgeschoss stellen Schnitzer und Bildhauer aus, in der ersten Etage sind Klöppelarbeiten von Frauen, die früher zu PGH-Zeiten geklöppelt haben zu sehen und auch Exponate von Steffi Schmat, die bis heute professionell klöppelt. In der oberen Etage präsentieren sich die Schnitzvereinen der Stadt und das Klöppelzentrum aus dem Kulturzentrum "Goldne Sonne". Studenten der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg haben im Rahmen eines Projektes die Ausstellungsmöbel gestaltet und die sind alles andere als gewöhnlich. Man hat Papprohre und Wellpapp-Trägerplatten kunstvoll und zugleich funktionell arrangiert und mit Glasplatten ergänzt. So sind die Exponate gesichert und können zudem ansprechend präsentiert werden. Zudem sind seitens der Fachhochschule zehn Objekte entstanden, die das Thema Flachschnitzerei aufgreifen.

Nebenan gibt es die nächste Ausstellung

Nebenan im Härtelhaus am Fürstenplatz 2 können Besucher in der Ausstellung "Vom Berg" auf Entdeckungstour gehen. Diese ist im Rahmen der "Kulturhauptstadt Chemnitz 2025" gemeinsam mit der Fakultät für Angewandte Kunst entwickelt worden - es ist eine Repräsentation skulpturaler Sitzobjekte anhand des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří. "Entstanden sind neun Objekte, konkret Sitzgelegenheiten, zur Thematik Erzgebirge und Bergbau, die sich zum Sitzen eignen, aber auch eine Geschichte erzählen. Es sind geschichtliche Aspekte, die beleuchtet werden", erklärt Weber. Beim Rundgang hat man den Eindruck in einen Schacht einzufahren, nur dass man im Härtelhaus nicht Fahrten hinabsteigt, sondern die einzelnen Stockwerke noch oben steigt während an den Wänden im Aufgang Grubenlampen den Weg ausleuchten. Ganz oben dann, ist man quasi im Schacht angekommen und es geht mit der Taschenlampe auf Tour.

Die Objekte sind von verschiedenen Studenten - die Konzeption und Inszenierung hat der Student Phillipp Busch übernommen. Das Besondere ist auch: mittels einer App werden die Objekt in einer erweiterten Realität zusätzlich erlebbar. Das Stichwort lautet: Augmented-Reality. Es können mittels der App Objekte gescannt werden - hinterlegt sind dreidimensionale Darstellungen und Videos. Gleich am Eingang des Härtelhauses bekommen Gäste unabhängig davon einen Eindruck davon, wie sich Studenten die Einrichtung einen Ladengeschäftes vorstellen.

Service: Die Ausstellungen im Schmeilhaus und im Härtelhaus sind vom 22. Juli bis 8. August immer donnerstags bis sonntags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.