"Schnee-Depot" am Fichtelberg

Feldversuch Sparkassen-Skiarena wird Standort eines 4500m³-Schneedepots

Riesiges Schnee - Depot in der Skiarena angelegt Foto: Thomas Fritzsch

Oberwiesenthal. Mit Hilfe des Deutschen Skiverbandes und einer engen Zusammenarbeit am Leistungssportstandort Oberwiesenthal, konnten zirka 4500m³ Kunstschnee in der letzen Kalt-Wetterphase des Winters erzeugt werden. Diese sollen nun mit gemeinsamen Kräften in die Sparkassen-Skiarena "übersommert" werden.

Zuversicht für zukünftige Projekte

Das Vorhaben gleicht auf Grund der kurzfristigen Entscheidung und Mittelfreigabe jedoch eher einem Pilotprojekt. Aktuell greifen die Vorreiter auf die Erfahrungen aus Davos (SUI) zurück, die geografische Lage des Depot-Standortes ist jedoch nur bedingt vergleichbar. Bereits jetzt lassen sich infrastrukturelle, logistische und geografische Verbesserungen für die Zukunft erkennen. "Ich bin froh über diesen Feldversuch, gerade weil er die Probleme und Schwierigkeiten des "Snow-Farming" hier am Fichtelberg offenlegt und zeigt, dass es auf eine bessere Vorbereitungsphase ankommt. Besser kann man nicht für die Zukunft lernen. Daher gilt unser Dank den Initiatoren und Unterstützern des Projektes." so Christian Freitag, der Geschäftsführer des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal e.V. Kritisch.

Tatkräftige Unterstützung aus der Region und Nachbarschaft

Klar ist jedoch: ohne die gute Zusammenarbeit und Unterstützung mit und durch die Region wäre so ein Feldversuch nicht möglich. Angefangen von der Kunstschneeproduktion bis hin zur Zulieferung und Aufbringung der Schnittspäne und des Windflies - Hand in Hand lautet hier die Devise am Standort. "Am Dienstag kommen neben unseren Sportlern sogar Helfer aus tschechischer Nachbarschaft zum Arbeitseinsatz um das Projekt gemeinsam zu stemmen, wir hoffen hier vor Allem auf gutes Wetter." fügt Holger Hanzlik, Geschäftsführer des Förderkreises Olympiastützpunkt - Außenstelle Kurort Oberwiesenthal e.V. an. "Wie viel Schnee am Ende des Herbstes noch zu finden sein wird ist nicht ganz klar, der Anfang eines mehrjährigen Lern- und Entwicklungsprojektes ist jedoch gemacht. Wenn wir im November bereits zur ersten kalten Wetterphase eine 1-Km-Runde für das Nachwuchstraining bieten könnten, wäre es ein großer Schritt in die richtige Richtung.", so die Protagonisten am Fichtelberg.