Schnee und Personal fehlen

Wintersport Chancen für Liftbetrieb stehen auch in diesem Jahr schlecht

Sinkende Temperaturen und einige Schneeflocken haben in den vergangenen Tagen bei den Wintersportlern die leise Hoffnung geweckt, dass sie in diesem Winter doch noch in heimischen Gefilden ihrem Hobby nachgehen können. Ob auch der Zschopauer Skilift in Betrieb genommen wird, sobald es die Witterung und die Schneeauflage zulassen, bleibt allerdings abzuwarten.

Nach Ansicht einiger besorgter Bürger, die auf den Wintersport setzen, werden Skifahrer am Zschopenberg wohl gar nicht auf ihre Kosten kommen können. "Die beiden Abfahrtsstrecken wurden seit drei Jahren nicht mehr abgemäht", sagt beispielsweise der Zschopauer Jens Wagner, der zudem auf den maroden Zustand der Anlage und das abgelaufene TÜV-Siegel verweist. "Die Liftanlage rostet vor sich hin ebenso wie die defekten Flutlichtmasten. Lose hängende oder rausgerissene Kabel sowie der abgelaufene TÜV der Anlage zeugen vom Exit", meint der Zschopauer, der sich mit seinem Anliegen auch schon an die Stadt gewandt hat.

Des TÜV-Problems ist sich Achim Schaale, der Vorsitzende des SV Nordisch/Alpine Zschopau, durchaus bewusst. Dieses lasse sich jedoch klären, sodass "ein Liftbetrieb theoretisch möglich wäre". Schaale, dessen Verein für das Ski-Areal am Zschopenberg zuständig ist, würde sich bei entsprechender Witterung mit seinen Vereinskollegen "größte Mühe geben, zumindest an den Wochenenden einen Liftbetrieb abzusichern". Allerdings sei dafür eine Schneedecke von rund einem Meter nötig. Naturschnee wohlgemerkt. Die Nutzung von Schneekanonen, wie es sie vor einigen Jahren gab, sei nicht vorgesehen. Laut Schaale haben die Erfahrungen gezeigt, dass eine Beschneiung nicht rentabel sei, da die Kosten nicht gedeckt würden: "Bis auf wenige Enthusiasten war nichts los. Viele nutzen andere Skipisten wie Oberwiesenthal oder Augustusburg." Zudem fehle es an Personal, das sich um den Liftbetrieb kümmert.