Schneeberger hilft Tschernobyl-Kindern

Begegnung Weißrussen kommen jährlich ins Erzgebirge

Helfen, Gutes tun und Freude verbreiten, dass möchte Holger Schmiedel. Der Schneeberger setzt sich seit drei Jahren für Kinder aus Weißrussland ein, ganz konkret um Kinder, die in der Region um Tschernobyl zuhause sind. Das Schicksal berührt ihn. Jedes Jahr kommt eine Gruppe zur Erholung ins Erzgebirge. Betreut werden die jungen Gäste vom Verein für Freizeit und Erholung im Kinderhaus in Hartenstein. Holger Schmiedel erklärt: "Wenn man sich einmal in diesem Heim umgeschaut hat und die Kinder kennenlernt, fühlt man mit und kann sich ganz gut in die Situation der Kinder hineinversetzen." Dieses Jahr gab es eine besondere Begegnung, so Schmiedel: "Die Betreuer der ersten Gruppe, die ich lange nicht gesehen habe, waren die dieselben, die jetzt für drei Wochen mit einer Gruppe Kindern im Erzgebirge waren." Die Oberschule Westerzgebirge in Bad Schlema hat einen Teil der Erlöse aus dem schuleigenen Weihnachtsmarkt genutzt, um kleine Weihnachtsgeschenke für die Tschernobyl-Kinder zu kaufen, erklärt Schulleiterin Angela Schubert. Achtklässler der Einrichtung haben jetzt auch bei der Theater-Aufführung "Väterchen Frost" mitgewirkt, die Holger Schmiedel initiiert hat. Dort standen die Oberschüler zusammen mit angehenden Erziehern der Euroakademie Zwickau auf der Bühne des Kulturhauses "Aktivist" in Bad Schlema. Das Stück lief weitgehend ohne Sprache. Was zählte, waren allein Mimik, Gestik und Musik. Diese Aufführung haben die Tschernobyl-Kinder ebenfalls miterlebt. Für sie eine ideale Form, da sie mit der Sprache doch einige Schwierigkeiten gibt.