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Schneeloser Winter

Tourismus Tellerhäuser hofft auf bessere Zeiten und sucht nach Sommerkonzepten

Breitenbrunn. 

Der kleine Wintersportort Tellerhäuser, Ortsteil von Breitenbrunn, steht oft ein bisschen im Schatten von Oberwiesenthal. Dabei ist Tellerhäuser normalerweise schneesicher und bietet für Langlauffreunde, Abfahrtsspezialisten und Rodelkinder beste Bedingungen - normalerweise. Nicht so in diesem Winter, denn einen solchen hat es noch nie gegeben. Der Skilift ist in dieser Saison nicht einen einzigen Tag gelaufen. Für den Ort, der vom Winter lebt ist das eine kleine "Katastrophe. Es lag zwar etwas Schnee, doch waren es nur 15 bis 20 Zentimeter. "Das reichte nicht, um mit dem Pistenbully die Abfahrt zu präparieren", sagt Ortsvorsteher Knut Scheiter: "Da müssen es mindestens 30 Zentimeter sein." Sonst werde statt des Schnees der Untergrund umgeackert. "Der Lift wurde 1972 gebaut und seither ist er in jeder Saison gelaufen - im Durchschnitt sogar 80 bis 90 Tage", weiß Scheiter zu berichten. Angesichts des schneearmen Winters ist es schon ein kleines Wunder, dass trotzdem ein bisschen Geld in die Gemeindekasse geflossen ist. "Die Einnahmen am Parkplatz lagen trotzdem bei 1.800 Euro." Das sei ein kleines Trostpflaster, aber auch leicht erklärbar. "An unserem Rodelhang war sehr lang etwas möglich", so der Ortsvorsteher. Auch die Langlauffreunde kamen in Tellerhäuser auf ihre Kosten. Die Loipen konnten insgesamt viermal gespurt werden. Scheiter ist sich ganz sicher, dass der miserable Winter eine Ausnahme war und nicht zur Regel wird. Trotzdem weiß er, dass man über eine Beschneiungsanlage und Sommeralternativen nachdenken muss. So könne er sich Tubing auf Matten als Konzept für die warmen Monate vorstellen. "Einen solchen Winter darf es nicht noch einmal geben, der Schaden wäre für uns einfach viel zu groß."