Schneemangel im Erzgebirge - Folgen des Klimawandels?

Schnee Frühling steht vor der Tür

Ist es die Folge des voranschreitenden Klimawandels? Dieses Jahr leiden die Mittelgebirge unter Schneemangel mehr als in den letzten Jahren. Letzte Woche brachten Schneefälle einen merklichen Neuschneezuwachs. Doch milde Temperaturen ließen das Tauwetter wieder ansteigen, sodass der meiste Schnee bereits wieder geschmolzen ist.

Frühling steht schon vor der Tür

Am Sonntag kletterten die Temperaturen in Oberwiesenthal in den zweistelligen Bereich. Dreizehn Grad wurden hier in Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands, gemessen. Zudem musste nun der Rodelhang am Fichtelberg geschlossen werden. Zu wenig Schnee. Laut der US Wetterbehörde NOAA lagen die Temperaturen im Januar 2020 weltweit 1,14 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Auch in Deutschland war der Januar 2020 der wärmste Januar der je gemessen wurde. Somit setzt sich der Trend fort: Vier der wärmsten Januar-Monate wurden seit 2016 gemessen, die zehn wärmsten seit 2002.

Noch sind die Wintersportbedingungen am Fichtelberg gut. Doch dies ändert sich Tag für Tag ohne neuen Schneezuwachs. Blickt man auf die Wetterkarten, so sieht es mit Neuschneezuwachs in Oberwiesenthal schlecht aus. In diesem Winter gab es zudem kein einzigen Tag mit Temperaturen unter minus zehn Grad. Der ein oder andere Skibetreiber konnte diesen Winter mangels Schnee noch gar nicht öffnen. Die Zeit rennt, denn der Frühling steht vor der Tür. In den mittleren Lagen der Mittelgebirge haben bereits die Schneeglöckchen angefangen zu blühen. Wir sind auf dem Weg zum wärmsten Winter, den es jemals gab.