Schnelleres Internet für Neukirchen und Adorf

Investition Breitbandausbau für Haushalte und Firmen

schnelleres-internet-fuer-neukirchen-und-adorf
Andreas Berger aus Adorf erwartet sehnsüchtig den Breitbandausbau. Foto: Georg Dostmann

Neukirchen. Die Gemeinde Neukirchen treibt den Breitbandausbau im Ort voran. 2018 wird der Glasfaserausbau erfolgen. Ertüchtigt wird der komplette Ortsteil Adorf mit Ausnahme der Klaffenbacher Straße, der Ortsteil Neukirchen-Sorge, das Gewerbegebiet Neukirchen, die Markersdorfer Straße, die Straße am Hutholz, die Siedlung nördlich der Bahnhofsstraße sowie weitere einzelne Straßenabschnitte im unteren Ortsteil von Neukirchen. "Ausgebaut wird überall dort, wo bislang keine 30 Mbit pro Sekunde anliegen und wo es keine Eigenausbaumeldungen von Telekommunikationsdienstleister gibt", sagt Bürgermeister Sascha Thamm.

1277 Haushalte bekommen Glasfaser

Durch den Ausbau werden künftig bis zu 100 Mbit pro Sekunde anliegen. "Für das Vorhaben werden 54 Kilometer an Leerrohren und 173 Kilometer Glasfaserkabel verlegt", berichtet der 32-Jährige. Nach der Erweiterung werden insgesamt 1277 Haushalte und Firmen mit Glasfaser versorgt sein. Das Netz wird der Gemeinde gehören und an einen Betreiber verpachtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt rund 5 Millionen Euro. Der Bund fördert das Vorhaben mit 2.565.849 Euro, das Land steuert 2.052.679 Euro bei. Die Eigenmittel belaufen sich auf 513.000 Euro.

20 Sekunden für einen Seitenaufruf sollen Geschichte sein

In Adorf, wo derzeit noch Bandbreiten unter einem Mbit pro Sekunde anliegen, betreibt Andreas Berger seit 1980 eine Sanitärfirma. Bereits seit 1996 hat er einen eigenen Internetanschluss. "Wenn damals überhaupt eine Seite aufgebaut wurde, dann hat dies sehr, sehr lange gedauert", erinnert sich der 63-Jährige. Seit etwa fünf Jahren läuft sein Internet über den Verein Airnet Erzgebirge, wodurch er Bandbreiten bis zu acht Mbit pro Sekunde erreicht. Je nach Anzahl der Nutzer schwankt der Wert, wodurch Andreas Berger dennoch bis zu 20 Sekunden für den Seitenaufbau benötigt. Um die höheren Bandbreiten nach dem Ausbau zu nutzen, würde er auch Mehrkosten in Kauf nehmen. Er sagt und lacht: "Ich erhoffe mir dadurch eine Zeitersparnis und dass ich dann nicht mehr so viele Nerven verliere."