Schnitzausstellung im Rathaus

Klöppelausstellung Besucher bekommen zahlreiche Kunstwerke zu sehen

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Karl Franke von der Lugauer Klöppelgruppe mit zwei selbstgeschnitzten Krippenfiguren. Foto: Georg Dostmann

Lugau. In den 1970er Jahren hat die Lugauer Schnitzgruppe erstmalig eine Ausstellung zum Lugauer Weihnachtsmarkt durchgeführt, welche damals noch im ehemaligen Heimatmuseum stattfand. Seit 2004 machen sie diese im Rathaus, in diesem Jahr bereits zum dritten Mal.

Geöffnet ist diese am Samstag und Sonntag, dem 17. und 18. Dezember von 13 bis 19 Uhr. "Wir werden den Schwibbogen und die Pyramide aus dem Kultur- und Freizeitzentrum sowie zahlreiche andere erzgebirgische Schnitzkunst ausstellen", erzählt Karl Franke. Der 81-Jährige ist ein echtes Urgestein der Lugauer Schnitzgruppe, in welcher er bereits seit 1967 Mitglied ist.

Die Pyramide und der Schwibbogen wurden schon 2004 und 2006 für das Kultur- und Freizeitzentrum gefertigt. Vor drei Jahren haben sie außerdem den Schwibbogen für das Bürgermeisterzimmer gefertigt. Die Ausstellung wird zusammen mit der Lugauer Klöppelgruppe sowie einer Glasbläserin durchgeführt. Die Mitglieder schnitzen live vor Ort. Der Eintritt ist frei.

Die Gruppe wurde im Jahr 1954 von Rudi Gundermann gegründet. Seit 1990 treffen sich die Mitglieder einmal pro Woche zum gemeinsamen Schnitzen im Kultur- und Freizeitzentrum in Lugau. Im Jahr 2000 hat Andreas Bauer die Gruppe übernommen. Aktuell hat diese zehn Mitglieder sowie zehn Kinder, darunter acht Jungen und zwei Mädchen.

1982 haben die Schnitzfreunde die Lugauer Pyramide gebaut. "Dafür haben wir über 2000 Arbeitsstunden investiert", erinnert sich der Lugauer. Die Pyramide ist insgesamt 3,31 Meter hoch und 1,50 Meter breit.

Sie besitzt drei Ebenen mit Figuren von Bergleuten, Nussknackern und Räuchermännchen. Aluteile, wie beispielsweise die Lampen, hat Karl Franke damals bei seinem alten Arbeitgeber gefertigt.