Schnitzverein zählt knapp 4.000 Besucher

Jubiläum Schnitzverein Borstendorf feiert 90-jähriges Bestehen

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Matthias Aurich und Rico Kaden haben die Kindergruppe von Wolfgang Wagner übernommen, der zuvor zwölf Jahre lang für die Betreuung zuständig war. Foto: Andreas Bauer

Borstendorf. Knapp 4.000 Besucher hat die "Große Schnitz- und Bastelausstellung" in Borstendorf angelockt. Diese Aufmerksamkeit hatte sich der gastgebende Schnitzverein wahrlich verdient, feiert er doch in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen.

Dementsprechend wurde der Gang durch die ehemalige Borstendorfer Schule, wo unzählige Exponate aufgebaut waren, zu einem Streifzug durch die Vereinsgeschichte. Große Pyramiden und Holzfiguren längst verstorbener Urgesteine gehörten ebenso dazu wie die kleinen Kunstwerke der Generation von morgen.

"Unsere Kindergruppe zählt derzeit sieben Mitglieder im Alter von 8 bis 14 Jahren", sagt Matthias Aurich stolz. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende kümmert sich zusammen mit Rico Kaden um die Betreuung der Nachwuchsgruppe, die seit 1954 existiert und zusammen mit der Jugendgruppe (ab 18 Jahre) eine wichtige Basis für den Verein darstellt.

"Kinder lassen sich schnell begeistern", weiß Rico Kaden aus eigener Erfahrung. Er griff im Alter von zehn Jahren erstmals zum Schnitzmesser. 24 Jahre später ist er nun derjenige, der den Steppkes Tipps gibt. "Man braucht schon etwas Kraft", erklärt der 34-Jährige, warum die Kinder erst einmal an typischen Erstlingsarbeiten ihre Erfahrungen sammeln. Doch selbst diese Bäume und Wegweiser bieten ein gewisses Flair, wie auf der Ausstellung zu sehen war.

Neben Einzelarbeiten stehen für die Kinder aber auch Gemeinschaftsarbeiten auf dem Programm, denn der Teamgeist soll nicht zu kurz kommen. Unter anderem kümmerten sie sich im vergangenen Jahr um die Holzfiguren auf dem Schachwanderweg. Ausflüge spielen generell eine wichtige Rolle. "Es geht darum, etwas zu erleben und nach neuen Motiven zu suchen", erklärt Matthias Aurich das Erfolgsrezept der Borstendorfer Schnitzer.