Schnurrbart-Chick bei den Veilchen

Fussball Gesichtsbehaarung der FCE-Kicker gehört zu einer Spenden-Aktion

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Christian Tiffert, Martin Männel, Philipp Riese und Fabian Kalig (v.l.) nehmen am Movember teil. Foto: Carsten Wagner

Schon zum dritten Mal beweisen Spieler des FC Erzgebirge Aue Mut zum Schnauzbart. Gerade weil nicht jeder von der Veränderung über der Oberlippe bei Martin Männel, Fabian Kalig, Christian Tiffert und Philipp Riese begeistert ist, erzeugen die Schnauzer Aufmerksamkeit und genau darum geht es. "Ich habe erst wieder gelesen, dass dieses Modell das hässlichste ist und dadurch die Aufmerksamkeit besonders groß ist. Da fragt dann schon mal einer nach, warum man plötzlich einen Schnauzer trägt", sagt Philipp Riese.

Bart ist Teil einer Spenden-Aktion

Und schon beginnt die Aufklärungsarbeit. Denn die vier genannten FCE-Spieler beteiligen sich an der Aktion Movember. Der Kunstbegriff setzt sich aus dem englischen Wort Moustache für Schnurrbart und aus dem Monat November zusammen. Die Movember Stiftung sammelt für die Erforschung von Männerkrankheiten Spenden und will auf Krankheiten, wie Prostata- und Hodenkrebs, sowie auf Depressionen und die Suizidgefahr aufmerksam machen.

Jeder kann mitmachen oder spenden

"Frauenkrankheiten stehen immer im Fokus, Männer geraten dabei immer ein bisschen in Vergessenheit", sagt Kapitän Martin Männel. Aus seiner Sicht ist es sehr vernünftig darauf aufmerksam zu machen und natürlich auch Geld für den guten Zweck zu sammeln. Auf der Internetseite www.movember.de haben die Bartträger unter den Veilchen jetzt das Team FC Erzgebirge Aue gegründet.

"Dort kann sich jeder anschließen und natürlich auch Geld spenden", sagt Fabian Kalig: "Die einzige andere Fußballprofimannschaft, die ich dort gefunden habe, ist Fortuna Köln." Es sei jetzt natürlich reizvoll mehr Geld als die Fortuna zusammen zu bekommen, so Kalig. Die vier Profis haben natürlich auch selbst etwas gespendet.

Die Idee brachte übrigens Routinier Christian Tiffert vor drei Jahren mit ins Team. Der heute 35-Jährige nimmt die Veränderung und die Diskussionen darüber locker, hin und wieder sogar lustig: "Man soll sich ja etwas wachsen lassen, damit Diskussion entsteht."