Schönheider Entwicklungen sind Medaillengarant

Wirtschaft Produkte der Firma Rass seit 50 Jahren bei Olympia dabei

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Volkmar Rass zeigt einen der moderneren Sprungschuhe aus Schönheide - dieser ist in der Historischen Skitruhe in Schönheide zu sehen. Foto: R. Wendland

Schönheide. Die Olympischen Winterspiele in Südkorea gehen zu Ende. Und wieder haben Athleten zahlreiche Medaillen erkämpft. Das bei solchen Wettbewerben das Material eine entscheidende Rolle spielt, weiß Volkmar Rass nur zu gut und das nicht nur aus der Erfahrung als ehemaliger Sportler, sondern auch als Unternehmer.

Trotz aller Hürden erfolgreich

Der 81-jährige ist Senior-Chef der Firma Rass in Schönheide und ist in diesem Zusammenhang jetzt seit 50 Jahren bei Olympia mit dabei und immer haben die Sportler mit dem Material der Erzgebirgler Medaillen geholt. Mitte der 60-ziger Jahre hat Volkmar Rass seine Meisterprüfung als Orthopädieschuhmacher bestanden und hat seinen Betrieb gegründet trotz aller Hürden, die es zu DDR-Zeiten gab. Zuerst waren es Langlaufschuhe, die in Schönheide produziert worden sind. Die erste Medaille, damals Bronze, hat der Nordisch Kombinierte Andreas Kunz 1968 in Grenoble geholt. Bis 1976 hat Rass alle Mannschaften mit Langlaufschuhen ausgerüstet. Ab 1975 hat die Firma Rass zudem Sprungstiefel entwickelt.

Der Kombinierer Ulrich Wehling hat bei verschiedenen Tests mitgewirkt. Wehling war es auch, der mit dem neuen Sprungschuh 1976 in Innsbruck Olympiasieger geworden ist. Heute hat die Weltelite der Skispringer fast zu 100 Prozent Sprungstiefel an den Füßen, die in Schönheide hergestellt worden sind. Volkmar Rass sagt: "Wenn man Leistungssportler ist, sucht man immer nach dem Gesamtziel. In der Wirtschaft ist das ähnlich." Die Schönheider haben sich einen Namen gemacht.