Schon die Probe lockt viele Zuschauer an

Krippenspiel Jubiläum in Großolbersdorf

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Auch die Engel dürfen im Krippenspiel natürlich nicht fehlen. Foto: A. Bauer

Großolbersdorf. Ein Jubiläum steht am ersten Weihnachtsfeiertag in der Großolbersdorfer Kirche auf dem Programm. Ab 5 Uhr wird im Rahmen der Christmette das von Gottfried Werner geschriebene Krippenspiel aufgeführt, das seit nunmehr 60 Jahren große Aufmerksamkeit weckt. Schon bei der öffentlichen Hauptprobe am vergangenen Samstag war die Kirche prall gefüllt. "Es kommen fast so viele Besucher zur Probe wie zur eigentlichen Aufführung", sagt Johannes Heyn, der seit vier Jahren bei der Organisation hilft. Während er für die Abläufe zuständig ist, kümmert sich Benjamin Löschner in erster Linie um die Kleidung und Ausstattung. Dritte im Organisationsteam ist Beate Brödner, die schauspielerische Tipps gibt. Alle drei hatten bei der Probe Grund zur Freude, denn wieder einmal lief fast alles glatt.

Verwunderlich ist dies nicht, denn über all die Jahre hat sich wenig verändert. "Wir müssen höchstens mal ein paar alte Requisiten austauschen, aber die Rollen werden aus den Jahren zuvor meistens beibehalten", erklärt Johannes Heyn. Viele spielen schon solange mit, dass sie den Text im Schlaf aufsagen können. So sind beispielsweise Christfried Borowski, der mit 67 Jahren als ältester Teilnehmer den alten Hirten spielt, sowie Gottfried Schier seit mehr als 50 Jahren dabei. Doch zu den insgesamt 44 Hobby-Schauspielern gehören auch Kinder und Jugendliche, beginnend mit dem Alter von elf Jahren. Damit auch sie sich gut im Stück zurechtfinden, wird eine Woche vor dem ersten Advent mit den Proben begonnen. Die Hauptprobe vor großer Kulisse ist dann schon eine Herausforderung, doch der echte Höhepunkt steht erst am 25. Dezember an. "5 Uhr morgens ist es sehr ruhig und andächtig", beschreibt Heyn die Atmosphäre, die sich sogar einige Besucher aus Dresden nicht entgehen lassen, die meist als Erste da sind.