Schreck lass nach!

Wenn aus Kürbissen gruselige Fratzen geschnitzt werden, Bettlagen als Gespensterkostüme herhalten müssen und Ihnen der sonst so adrette Nachbar im Treppenhaus als Zombie verkleidet entgegen kommt, ist es wieder an der Zeit für den Party-Spaß mit Gruseleinschlag - besser bekannt als Halloween. Bis vor ein paar Jahren kannte man den Hang zum schaurigen Verkleiden allenfalls aus Hollywood-Filmen. Dabei stammt das Gruselfest aber gar nicht aus den USA, wie die meisten Menschen glauben. Über seinen Ursprung scheiden sich zwar die sprichwörtlichen Geister, eins scheint aber sicher: Das Brauchtum stammt aus dem nordeuropäischen Kulturkreis und ist das Ergebnis zahlreicher Wechselspiele der Geschichte. Das keltische Jahresendfest vom 31. Oktober auf den 1. November vermischte sich vermutlich mit den Glaubensvorstellungen der römischen Kultur.

Dass die Bräuche vor allem in den USA populär wurden, dazu trug die irische Auswanderungswelle Anfang des 19. Jahrhunderts entscheidend bei. Doch egal wem wir diesen Spaß zu verdanken haben, im Grunde geht es nur um eines: den Ernst des Alltags einmal abzuschütteln und etwas Schabernack zu treiben.