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Sachsen

Schüler-Andrang bei Corona-Schnelltests hält sich in Zschopau in Grenzen

Prävention Weit weniger als die Hälfte der Abschlussklassen nutzt Angebot

Zschopau. 

Zschopau. Für die Abschlussklassen hat in dieser Woche wieder der Unterricht begonnen. Den Elft- und Zwölftklässlern der Gymnasien bot sich dabei ebenso wie den Zehntklässlern der Oberschulen die Möglichkeit, sich Corona-Schnelltests zu unterziehen. Dafür hatte der Landkreis im Vorfeld acht Schulen ausgewählt, an denen die Nasenabstriche und deren Auswertung von Fachkräften des DRK vorgenommen wurden. Auch am Zschopauer Gymnasium waren fünf Teststationen mit jeweils zwei Plätzen aufgebaut worden, sodass bis zu zehn Personen gleichzeitig getestet werden konnten. Eine maximale Auslastung war allerdings nur zu Beginn festzustellen, später ließ die Resonanz deutlich nach.

Nicht alle Schulen sind vertreten

 

Neben 32 Schülern ließen sich vom Zschopauer Gymnasium auch einige Lehrer testen. Etwa genauso groß war die Zahl der Teilnehmer von Zschopauer August-Bebel-Oberschule. Und auch an der lokalen Martin-Andersen-Nexö-Oberschule fand die Aktion durchaus Anklang. Aber selbst von diesen Einrichtungen ließen sich weniger als die Hälfte der Schüler testen. Noch geringer war das Interesse der anderen Schulen, die in Zschopau angemeldet waren. So kamen vom örtlichen Berufsschulzentrum sowie vom Humanistischen Greifenstein-Gymnasium Thum nur jeweils eine Handvoll Schüler. Aus Gelenau und Ehrenfriedersdorf tauchte gar niemand auf.

Hälfte der Schüler beginnt erst nächste Woche

 

Ein klarer Befürworter der Aktion war zum Beispiel Angelina Kroll. Die 18-jährige Drebacherin, die am Thumer Gymnasium gerade an ihrem Abitur feilt, hätte sich noch mehr Teilnehmer gewünscht. "Jeder sollte sich testen lasen", findet sie: "Damit übernimmt man auch Verantwortung für andere. Denn man kann auch krank sein, ohne Symptome zu zeigen." Allerdings war der mit dem Schnelltest verbundene Aufwand gerade für auswärtige Schüler offenbar zu hoch, was so mancher Lehrer auch nachvollziehen konnte. Statt einer längeren Anreise fanden viele den ersten Tag an der Schule, auf den so lange gewartet worden war, wichtiger. Außerdem sind die Abschluss-Jahrgänge in A- und B-Wochen unterteilt, sodass für die Hälfte der Schüler der Unterricht erst nächste Woche beginnt. Trotz eines negativen Testergebnisses, wie ihn jeder Teilnehmer in Zschopau erhielt, wären Infektionen bis dahin nicht ausgeschlossen.

 

Freude auf Präsenzunterricht ist groß

 

Diejenigen, die da waren, freuten sich jedenfalls über die Testergebnisse - und darüber, dass der Präsenzunterricht wieder beginnt. "Dadurch sind die Schüler nicht mehr angewiesen auf W-Lan-Empfang und entsprechende Technik", sagt Lehrerin Julia Petzold vom Thumer Gymnasium mit Blick auf den Online-Unterricht der vergangenen Wochen. "Dabei ist die Aufmerksamkeit und die Kontrolle nicht so groß wie im Klassenzimmer", pflichtet ihr auch Kollegin Annegret Stülpner bei. Nun sollen die angehenden Abiturienten in größeren Gruppen wieder gemeinsam auf ihre Prüfungen vorbereitet werden. Und damit weiterhin möglichst hoher Schutz besteht, erhielt jede Schule bei der Testung noch zwei FFP2-Masken pro Schüler - unabhängig von der Zahl der erschienenen Test-Teilnehmer. Die Thumer Lehrer nahmen also 200 Masken mit an ihr Gymnasium.