Schüler engagieren sich gegen Drogen

Prävention Jugendliche sollen Multiplikatoren in den Schulen werden

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Die Schülermultiplikatoren im Ausbildungscamp in Dörfel. Foto: Ilka Ruck

Ehrenfriedersdorf. Der Kinder- und Jugendverein Ehrenfriedersdorf (KJVE) arbeitet schon seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Suchtprävention mit den Oberschulen und Gymnasien des Landkreises zusammen. Diese Zusammenarbeit gestalte sich auf vielfältige Weise. Zum einen werden aus den Schulen und Gymnasien, die am Präventionsprojekt teilnehmen, Schüler für die präventive Arbeit für die Schulen ausgebildet. Sie werden durch eine Fachkraft unterstützt, in der Vorbereitung und Durchführung von eigenen Aktivitäten begleitet und angeleitet. So zum Beispiel am Tag der offenen Tür und bei der Bearbeitung von Suchtthemen in unteren Klassenstufen. Als Fachkraft führt Birgit Bauer Vorträge zu den unterschiedlichsten Suchtthemen in Klassen sowie auch Elternabende durch. Eine enge und gute Zusammenarbeit mit den Beratungslehrern und der Schulleitung gehört dazu.

Aufklärung ist sehr wichtig

Die Schülermultiplikatoren nahmen auch dieses Jahr im Oktober wieder an dem Ausbildungscamp zum Schülermultiplikator teil. Dazu erklären Lisa Gross und Luisa-Marie Pfau: "Während der Ausbildung im Camp lernen wir aus der Suchtprävention vieles zu Süchten und Drogen, den Ursachen und Wirkungen kennen. Wir erfahren dabei auch, wie wichtig diese Aufklärung für den einzelnen aber auch für die Gesellschaft ist. Dies alles erfolgt durch Dokumentationen, Vorträge von Ärzten und Therapeuten sowie in Gesprächen mit Betroffenen und Geschädigten."

Zur Ausbildung gehört jedoch ebenso das konkrete Kommunizieren mit einzelnen, das nötig ist um das Erlernte an den Schulen weiterzugeben. Ein anschauliches und sehr berührendes Beispiel zur Prävention war der "Revolution Train" und dabei die Drogenkarriere eines jungen Mannes. Das Projekt wurde sogar im Innenministerium und dem Bundestag vorgestellt. Leider wurde aufgrund von Expertenmeinungen diese Art der Prävention als zu drastisch eingestuft, was dazu führte, dass keine Unterstützung der Regierung zu erwarten ist.