Schüler helfen bei der Prävention

Bildung Erzgebirgischer Abgeordneter Günter Baumann will noch weiter gehen

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Die Schülermultiplikatoren bei ihrem Treffen mit Günter Baumann. Foto: Ilka Ruck

Erzgebirge. Drogen, gleich welcher Art, sind auch im Erzgebirge fast überall im Umlauf. Man will schließlich dabei sein, es ausprobieren und cool sein. Vor allem bei jungen Leuten muss mehr und aktiver aufgeklärt werden. Das weiß auch der Kinder-und Jugendverein Ehrenfriedersdorf (KJVE) und bildet schon seit Jahren Schülermultiplikatoren aus.

Birgit Bauer ist Geschäftsführerin des KJVE und ihr liegt die Präventionsarbeit sehr am Herzen: "Die Schülermultiplikatoren, alles Schüler der 7. bis 11. Klassen aus Schulen des Erzgebirgskreises, lernen konkrete Inhalte wie Kommunikations-und Verhaltensregeln, Teamgeist aber auch Selbstschutz. All dies geben sie dann an ihre Mitschüler weiter."

Wie funktioniert die Prävention im wirklichen Leben?

Das wollte der Bundestagsabgeordnete Günter Baumann (CDU) gerne wissen. Er hatte die jungen Leute quasi zur Belohnung für ihr Engagement im Juni in den Bundestag nach Berlin eingeladen. Am vergangenen Mittwoch traf sich der Politiker nochmals mit den Schülermultiplikatoren in Ehrenfriedersdorf um über Aufklärung und Prävention zu reden.

Er lobte vor allem den Revolution-Train, das einzigartige Drogenpräventionsprojekt aus Prag, das auch in Annaberg-Buchholz Station gemacht hat und sagte: "Wir brauchen eine zweiten Zug in Deutschland, das heißt, den Revolutions-Train 2.0. Mit dem Zug ist man am Drogenproblem näher dran und mehr berührt."

Drei Schritte zur erfolgreichen Prävention

Die Vision von Günter Baumann findet auf drei Ebenen statt: "Das erste ist die Idee, zweites muss man Leute finden die den Zug aufbauen und betreiben. Als drittes muss Werbung vor Ort und in den Schulen gemacht werden, so das wir alle Klassen in den Zug kriegen." Wichtig ist es, engagierte Menschen und Unternehmen zu finden, denn das kostet richtig Geld. Nichts tun und so weitermachen, das ist keine Option. Denn das Credo des Gespräches war: Die Aufklärung an den Schulen reicht bei Weitem nicht aus.