Schulbus-Vorfall im Erzgebirge: Rettungskräfte mit Großaufgebot im Einsatz - 16 Kinder mit Verdacht auf Knalltrauma ins Krankenhaus gebracht

Nach einem Vorfall mit einem Schulbus zwischen Sehmatal und Neudorf läuft ein Großeinsatz. Mehrere Kinder wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht

Sehmatal/Neudorf

Ein Reifenplatzer an einem Schulbus hat am Dienstagmorgen einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Der Bus aus Oberwiesenthal war aufgrund der Vollsperrung der B95 auf einer Umleitungsstrecke durch ein Waldgebiet in Bärenstein unterwegs.

Mitten im Waldgebiet platzte ein Reifen. Der Busfahrer stoppte daraufhin das Fahrzeug und informierte die Leitstelle.

Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst

Neben der kompletten Gemeindefeuerwehr Sehmatal mit den Feuerwehren aus Kretscham-Rotensehma, Neudorf, Cranzahl und Sehma wurden zahlreiche Rettungskräfte alarmiert. Zudem wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst.

Vor Ort waren insgesamt drei Notärzte, darunter ein Notarzt eines Rettungshubschraubers, fünf Rettungswagen, vier Krankentransportwagen sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) im Einsatz.

16 Kinder kommen ins Klinikum

Die Kinder aus der ersten und zweiten Klasse wurden vor Ort untersucht. Nach bisherigen Informationen erlitten 16 Kinder ein Knalltrauma und wurden zur weiteren Behandlung in ein Klinikum gebracht.

Weitere 25 Kinder blieben unverletzt. Sie wurden in die Grundschule gebracht und werden dort weiter betreut. Der Busfahrer blieb ebenfalls unverletzt.

Trotz des zunächst ausgelösten Großalarms ging der Vorfall nach bisherigen Informationen glimpflich aus.

Update der Polizei

Zwischen Niederschlag und Bärenstein war am Morgen ein mit Grundschülern besetzter Bus MAN (Fahrer: 63) auf der Umleitungsstrecke der B 95 in Richtung Bärenstein unterwegs, als auf dem Pascherweg ein Reifen an der Hinterachse platzte und der Bus aufgrund dessen stoppte. Zum Einsatz kamen Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Polizei. Es wurden mit derzeitigem Kenntnisstand 16 Kinder wegen des Verdachts auf ein Knalltrauma zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. 24 Kinder blieben unverletzt und wurden mit einem Ersatzbus abgeholt. Inwieweit die ins Krankenhaus gebrachten Kinder tatsächlich verletzt wurden, wird nun im Zuge der Ermittlungen abschließend geprüft. Ebenso wird geprüft, ob sich weitere Kinder möglicherweise im Nachgang in medizinische Behandlung begeben haben.


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