Schulungen auf dem höchsten Berg des Erzgebirges

Stadtrat Beschluss zum Verkauf des Berggasthofes Auersberg

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Der Stadtrat von Eibenstock hat den Verkauf des Berggasthofes Auersberg beschlossen. Foto: R. Wendland

Eibenstock. Der Stadtrat von Eibenstock hat lange diskutiert und hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, doch jetzt ist es beschlossene Sache: Der Berggasthof Auersberg wird verkauft. Neuer Eigentümer wird die Glück, Gesundheit, Kultur KiG GmbH unter Geschäftsführer Peter Simmel. Der Preis, für den das Objekt über den Tisch geht, liegt bei 80.000 Euro.

Schulungszentrum und Veranstaltungsort in einem

Simmel, der Besitzer einer Ladenkette mit rund 20 Supermärkten und weiteren Einrichtungen, unter anderem einem DDR-Museum, ist, hat ein plausibles Konzept vorgelegt. Entstehen soll auf dem höchsten Berg im Westerzgebirge ein Schulungszentrum für seine 1.200 Mitarbeiter. Vorgesehen ist auch, dass zu besonderen Anlässen, wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern der Berggasthof für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

Laut Eibenstocks Bürgermeister Uwe Staab will Peter Simmel rund 360.000 Euro ins Objekt investieren. Auch wenn die Stadträte grünes Licht gegeben haben, gibt es doch stellenweise Bedenken. Staab sagt: "In die Glaskugel kann keiner schauen, aber ich denke das wir eine gute Entscheidung getroffen haben." Im Vertrag sei vereinbart, dass die Stadt im Fall der Fälle das Vorkaufsrecht hat.

Sechs Pächter versuchten bereits ihr Glück

Der Berggasthof Auersberg war über viele Jahre eines der Sorgenkinder der Stadt. Eröffnet wurde er 1994 nach der Sanierung durch die Gemeinde Wildenthal. Immer wieder sind Versuche, das Areal durch Pächter mit Leben zu erfüllen, nach nur kurzer Zeit gescheitert. Sechs Pächter waren es in den Jahren. Jetzt hofft man, dass mit dem Verkauf und dem Vorhaben ein Schulungszentrum zu etablieren, eine längerfristige Lösung gefunden worden ist.