Schulungsorte möglichst zentral

Interview Mit Marcus Gundermann, Kreissportbund Erzgebirge

Die Angebote zu Schulungen von Vereinsvorständen, Schatzmeistern und anderen Leitungsmitgliedern haben viele Mitglieder in den Vorständen der Vereine des Erzgebirgskreises wahrgenommen. Über die Resonanz sprach Armin Leischel mit Marcus Gundermann, Vereinsberater Aus- und Fortbildung.

Wie wurden die Schulungen von den Vereinen im Altlandkreis Aue-Schwarzenberg angenommen?

Wir haben 2015 insgesamt zehn Veranstaltungen verteilt auf den gesamten Erzgebirgskreis im Angebot gehabt, welche speziell an die Vorstände der Vereine gerichtet waren. Dabei haben wir bei sechs Seminaren die Bereiche Vereinsrecht, Steuern und Finanzen abgedeckt. Hinzu kommen vier Veranstaltungen am Jahresende, wo es um die Bestandsmeldung und Beantragung der Förderung über den LSB Sachsen für 2016 sowie den Verwendungsnachweis für 2015 ging. Davon haben drei (Annaberg, Schwarzenberg, Pockau) schon stattgefunden, mit eher ernüchternder Resonanz (insgesamt 20 Teilnehmer). Es war zu erwarten, dass die Teilnehmerzahl geringer ausfällt, weil z.B. die Online-Bestandsmeldung mittlerweile von vielen Vereinen genutzt wird. Allerdings müssen wir unter Beachtung der Zahlen davon ausgehen, dass es zur Nutzung von Förderprojekten und deren Verwendungsnachweis keine Unklarheiten gibt.

Gibt es hinsichtlich der Teilnehmerzahlen noch Nachholbedarf?

Veranstaltungsübergreifend waren 40 Vereine aus dem Altkreis Aue/Schwarzenberg beteiligt. Man kann das etwas relativieren, da im Altkreis ASZ selbst nur eine Schulung stattfand. Bei dieser waren auch 20 Vereine vertreten. Wir sind bemüht die Schulungsorte möglichst so zentral zu legen, dass diese auch für Vereine anderer Altkreise mit wenig Aufwand erreichbar sind. Wir versuchen, aber gerade in diesem Themenbereich den Altkreis Aue-Schwarzenberg zukünftig wieder mehr zu berücksichtigen.

Welche Bereiche bilden die Schwerpunkte bei den Veranstaltungen des Kreissportbundes?

Schulungen für Schatzmeister/Kassenprüfer und Anleitung z.B. zum Thema Förderprojekte fallen ganz klar in den Bereich unserer Dienstleistungen und sind deshalb auch kostenfrei. Für Veranstaltungen auf dem Gebiet Vereinsrecht ist es unser Anspruch, den Teilnehmern hoch qualifizierte Referenten zu präsentieren. Und diese kosten eben auch Geld. Die Schulungen liegen meist innerhalb der Woche am Abend und das ist auch der Grund, warum eine Schulung aufgrund persönlicher Verpflichtungen nicht wahrgenommen werden kann. Ob am Wochenende mehr Teilnehmer kommen würden, ist fraglich.

Was müsste noch verbessert werden?

Wir versuchen in Abstimmung mit unseren Referenten immer wieder möglichst vielfältige und interessante Themen auszuwählen. Gerade hier sind wir aber auch von unseren Vereinen abhängig. Gezieltere Themenwünsche, würden die Organisation solcher Schulungen mit Sicherheit vereinfachen.

Es wird 2016 eine Bedarfsanalyse bezüglich der Bildungsveranstaltungen für Übungsleiter und Vorstände geben.