• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Schwartenberglauf bietet seltene Chance

Skilanglauf Neuhausener Veranstalter hoffen dank Lockerung der Corona-Regeln auf noch mehr Teilnehmer

Neuhausen/Seiffen. 

Neuhausen/Seiffen. Nun also doch: Auch Anhänger des Wintersports, die weiter als 15 Kilometer von Neuhausen und Seiffen entfernt wohnen, können den 98. Schwartenberglauf absolvieren. Der gastgebende Pulsschlag-Verein trägt die traditionsreiche Skilanglaufveranstaltung diesmal in individueller Form aus, sodass trotz der Corona-Pandemie in die Loipe gegangen werden kann. Da jeder für sich an den Start gehen kann, werden alle Regeln eingehalten. Egal ob Einzelstarter oder ganze Familien: Schon viele Wintersportler aus der Region haben seit dem Startschuss Mitte Januar mitgemacht - und nun sollen dank der Lockerung der Schutzverordnung weitere dazu kommen. Weil der Inzidenzwert schon seit Tagen unter 100 gesunken ist, gilt für die Loipenjäger der eingeschränkte Bewegungsradius nicht mehr.

Schon über 150 Teilnehmer am Start

"Bislang waren schon über 150 Teilnehmer unterwegs, die allesamt aus der Umgebung kamen. Jetzt hoffen wir, dass auch Starter aus größerer Entfernung diese Möglichkeit nutzen", sagt Mitorganisator Albrecht Dietze. Der Seiffener baut dabei einerseits auf die Vereine, deren Mitglieder in diesem sonst keinerlei Wettkämpfe absolvieren können. Beim Schwartenberglauf erfolgt zwar keine Zeitnahme, weil die Bedingungen jeden Tag unterschiedlich sein können. Dennoch gibt es eine offizielle Anmeldung per Internet. Nach dem Zusenden eines Strecken- und Zielfotos erhalten die Teilnehmer hinterher Urkunden und Schneekristall-Medaillen per Post. "Gerade der Nachwuchs dürfte sich freuen. Es ist wichtig, die Kinder bei der Stange zu halten", sagt Albrecht Dietze, der außerdem auf die Möglichkeit vereinsinterner Vergleiche verweist. Schließlich kann jeder für sich die Zeit messen.

Bedingungen weiterhin gut

Gleichzeitig setzen die Veranstalter darauf, dass ohne den typischen Wettkampfcharakter auch Menschen an den Start gehen, die sonst nicht beim Schwartenberglauf dabei sind. "Ohne den Druck trauen sich mehr Leute. Für viele ist es auch ein schöner Familienausflug", berichtet Dietze, der gespannt dem Wochenende entgegenblickt. Zwar steigen die Temperaturen, doch befindet sich die Schwartenbergloipe dank des vielen Schnees der vergangenen Wochen immer noch in einem guten Zustand: "Durch das Präparieren sind die Bedingungen weiterhin sehr gut." Womöglich kann also sogar noch die 200er-Marke geknackt werden, womit die Teilnehmerzahl sogar über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen würde. Die Distanzen liegen zwischen 3 (Kinder) und 20 Kilometer (Männer). "Einfach den pinken, orangefarbigen und grünen Schildern folgen", so Dietze. Die Startgelder für den Schwartenberglauf, der in der klassischen Technik zu absolvieren ist, sollen der Nachwuchsarbeit zugutekommen.