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Schwarzenberg: Wasserversorgung zu jeder Zeit garantiert

Struktur ZWW vermeidet Ansteckungsketten und lässt dezentral arbeiten

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. Auch vor mittelständischen Unternehmen hat die Corona-Pandemie keinen Halt gemacht. So musste beispielsweise der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) seine organisatorischen Strukturen auf den Prüfstand stellen und anpassen. "Die Auswirkungen im Betriebsablauf waren sehr wesentlich", sagt ZWW-Geschäftsführer Dr. Frank Kippig. "Da wir personell keine Reserven haben, mussten wir organisatorisch umdenken."

In den Meisterbereichen wird seit Corona beispielsweise dezentral gearbeitet. "Die Mitarbeiter fahren von zuhause aus direkt an ihre Anlagen", so der Geschäftsführer. Auch sind nur noch kleine Gruppen von zwei bis drei Leuten zugelassen. "Wir sind sehr froh, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind", so Kippig, für den der reibungslose Ablauf immer im Vordergrund stand. Schließlich muss die Wasserversorgung gerade im Falle eine Pandemie sichergestellt sein. Die Anlagen müssen 24 Stunden 365 Tage im Jahr eine einwandfreie Wasserversorgung garantieren und eine ordentliche Abwasserentsorgung sicherstellen. Das setzt die Überwachung mit Technik und Personal voraus. Beim Zweckverband und der GmbH sind insgesamt 190 Frauen und Männer beschäftigt.

Vorsicht wird geboten und eingehalten

Veränderungen gab es auch in der Verwaltung in Schwarzenberg. "Hier wird hinter Trennwänden gearbeitet. Die Gleitarbeitszeit wurde wesentlich verändert, so dass in einem Büro nur eine Person tätig ist", sagt Kippig: "Auch hier gilt es, Ketten zu verhindern." Den Virus und die daraus resultierende Krankheit dürfe man einfach nicht unterschätzen, mahnt der Wasserwerke Chef: "Auch wir hatten leider einen Covid19-Fall, zwei Quarantänen und zehn Verdachtsfälle." Ungeachtet der Pandemie gingen die Baumaßnahmen des ZWW weiter. Dazu gehören unter anderem der neue Hochbehälter Hirschknochen in Aue, die Abwasserentwässerung Tellerhäuser und die Mischwassser-ableitung Stollberger Straße in Pfaffenhain. Vereinzelt kamen Bauteile mit Lieferverzögerung. "Die Maßnahmen, die in diesem Jahr zum Abschluss vorgesehen waren, werden auch vollendet", freut sich Frank Kippig.

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