Schwere Technik für 120 Meter-Weg

Logistik Großtransformator in einem Umspannwerk wird umgesetzt

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Fachreferent Steven Jentzsch hält den Plan in Händen, der umgesetzt wird. Foto: Ralf Wendland

Zwönitz. Ein Umzug ist in der Regel mit sehr viel Aufwand verbunden und kostet einiges an Zeit, bis alles aus- und schließlich wieder eingeräumt ist. Ob im Privaten oder im Geschäft - alles zu koordinieren ist eine Herausforderung. Doch was passiert, wenn ein Großtransformator in einem Umspannwerk umgesetzt werden muss, so wie das jetzt auf dem Gelände des Umspannwerkes Zwönitz geschehen ist? Es bedarf einer genauen Planung und Präzision. Es muss alles passen, nichts darf schiefgehen. Jeder einzelne Schritt ist bis ins Detail geplant und durchgespielt. Doch so einfach ist es nicht, einen solchen Großtransformator, der einiges auf die Waage bringt, zu versetzen. Für den Umzug, auch wenn er nur innerhalb des Geländes passiert ist, war schwere Technik von Nöten. Ohne diese hätte es nicht funktioniert. Per Schwertransporter, wo der Transformator mittels Hydraulikpressen und Führungsschienen aufgeladen wurde, hat man das Ganze realisiert. Das Einpassen war Millimeterarbeit. Wie Fachreferent Steven Jentzsch erklärt, war der Transformator bis dato in Betrieb und geht auch wieder in Betrieb lediglich der Standort hat sich geändert. Das gute Stück ist lediglich rund 120 Meter weiter nach hinten im Gelände verlagert worden. Der Großtransformator, so Steven Jentzsch, wiegt rund 80 Tonnen. Dessen Aufgabe: 110.000 Volt Hochspannung auf 10.000 Volt Mittelspannung herunterzutransformieren. Hintergrund der ganzen Aktion: man schafft in dem Bereich, wo der Großtransformator bisher gestanden hat, Baufreiheit und zwar für das zweite Baufeld im Bereich des Umspannwerkes, was als nächstes in Angriff genommen wird. Auf dem Gelände des Umspannwerkes Zwönitz stehen zwei Transformatoren dieses Typs.