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Chemnitz

Schwibbogen für China

Holzwerkstatt Weisbach ist der größte Hersteller von mechanischen Schwibbögen

Brünlos. 

Brünlos. Für Volker Weisbach, Inhaber der Holzwerkstatt Weisbach in Brünlos, ist das gesamte Jahr über Weihnachten. Seit 2004 fertigt er mechanische Schwibbögen, bei denen sich die Figuren bewegen und eine kleine Pyramide dreht. Pro Jahr stellt er rund 250 dieser besonderen Exemplare her.

"Den Antrieb mit einer Metallkette habe ich mir damals schützen lassen. Für die Entwicklung dieser Antriebstechnik habe ich rund zwei Jahre gebraucht", sagt der 55-Jährige, der insgesamt 35 verschiedene Modelle im Angebot hat. Pro Schwibbogen benötigt er zwischen 10 bis 18 Arbeitsstunden, wobei er die Figuren, Gebäude und Elektrik zukauft und den Bogen und die Grundplatte selbst herstellt.

Auch pompöse Werke entstehen in der Holzwerkstatt

Seit 2013 hat Volker Weisbach auch Schwibbögen mit einer Grundplatte bestehend aus zwei Ebenen, mit einem Bergwerk in der Mitte, im Angebot. "Neu in diesem Jahr habe ich die drei Gestaltungsmöglichkeiten Arcaden, Kleinbahn und Waldidylle", sagt Volker Weisbach. Diese Schwibbögen kosten zwischen 450 und 1000 Euro.

Volker Weisbach hat seine Holzwerkstatt 2004 gemeinsam mit seinem Vater Bernd Weisbach in seinem alten Wohnhaus gegründet. Der 55-Jährige ist gelernter Tischler und sein Vater Elektromeister. Nachdem Volker Weisbach zwei Jahre lang arbeitssuchend war, wollten beide einen Versuch wagen und die Idee des mechanischen Schwibbogens umsetzen. 2014 wurde dann die neue Werkstatt eingeweiht. Bis heute stellen sie vorwiegend nur Schwibbögen her, davon rund 95 Prozent Mechanische. Volker Weisbach tüftelt bereits jetzt schon an Neuheiten für das nächste Jahr. Während ihrer Hauptsaison, der Vorweihnachtszeit, erhalten er und sein Vater Unterstützung von Teilzeitkräften, um die Kundennachfrage bedienen zu können.

Als Geschenk nach China

Die Schwibbögen werden größtenteils in erzgebirgischen Fachgeschäften verkauft, es ist allerdings auch ein Werkverkauf in Brünlos möglich. Anfang November bekam Volker Weisbach sogar eine Anfrage vom Auswärtigen Amt, ob er für ein Geschenk des Bundespräsidenten, welches er bei seiner nächsten China-Reise verschenken wollte, einen Schwibbogen herstellen könne. Das Ministerium entschied sich kurzfristig jedoch für ein anderes Präsent.



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