Sehnsucht, Glück und Tango im Erzgebirge

Theater Ein Abend der zerbrochenen Träume

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"Tango Piazzolla": Es tanzt die Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen. Foto: Hagen König

Annaberg-Buchholz. "Tango Piazzolla", das Tanztheater von Carlos Matos mit der Musik von Astor Piazzolla hat am kommenden Sonntag um 19 Uhr Premiere im Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz.

Tango: "Musik der Sehnsucht"

Der Tango als "Musik der Sehnsucht" entstand um 1880 in den Hafenvierteln von Buenos Aires, wo Musiker in den damals dort zahlreichen Bordellen für Unterhaltung sorgten. Von hier aus verbreitete sich der Tango Argentino, in dem sich Weltschmerz mit erotischem Verlangen paart, wie Fieber wellenförmig über die Welt und wurde im Vorkriegseuropa als "Tanz auf dem Vulkan" gesellschaftsfähig. Einen weiteren Popularitätsschub erfuhr der Tango durch den genialen Komponisten und Bandoneonspieler Astor Piazzolla, der den traditionellen Tango um Elemente der klassischen Moderne und des Jazz erweiterte und damit grundsätzlich erneuerte.

Junge Menschen auf der Suche nach Glück

Diese Kunstform des Tango Nuevo ist es, die Carlos Matos, den Chefchoreographen der Landesbühnen Sachsen, zusammen mit seiner Tanzcompagnie zu einem "Abend der zerbrochenen Träume" inspiriert hat: Junge Menschen auf der Suche nach Glück und Orientierung in einer zunehmend orientierungslosen Welt begegnen der leidenschaftlichen Musik Astor Piazzollas", informiert Chris Brinkel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Theaters. Die Choreographie stammt von Carlos Matos, die Ausstattung von Kerstin Laube. Es tanzt die Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen.