Seiffener Eheleute stellen gemeinsame Kunst aus

Kunst Liebe zur Heimat drückt sich in ihren Aquarellen aus

Seiffen. 

Seiffen. Adelheid und Reiner Lorenz teilen ein Hobby. Beide malen gern. Nun sind 50 Aquarelle der zwei Seiffener im Rothenthaler Haus der Begegnung zu sehen. Die Aquarelle spiegeln die Liebe der beiden Maler zu ihrer erzgebirgischen Heimat wider. Motive aus Seiffen und der Umgebung zählen zu den Favoriten. Die große Kathedrale von La Palma ist aber auch unter den Werken zu finden. Adelheid und Reiner Lorenz haben vor Jahren das Malen für sich entdeckt. Der eigene Baubetrieb und die Familie hatten davor das Leben der beiden bestimmt. Nun sind sie im Ruhestand und die Kinder erwachsen. Die Eheleute gehen gern spazieren. Unterwegs saugen sie die Natur und auch die Architektur in sich auf. Halten sie ein Motiv für besonders attraktiv, dann zücken sie die Kamera oder das Smartphone.

Zu Hause wird es dann irgendwann auf die eine oder andere Art umgesetzt

Dabei malt jeder für sich selbst. Reiner Lorenz hilft seiner Frau manchmal mit einem finalen Strich. "Dann sieht das Bild plötzlich ganz anders aus und wirkt schöner", findet die 77-Jährige. Ihr Mann ist vier Jahre älter und hat auch zwei Jahre eher mit dem Malen begonnen.

Ursprung für die Liebe dazu ist der gleiche. "Wir haben früher oft Bilder von unserem Freund Hans Reichelt bekommen. "Irgendwann dachten wir uns: Das wollen wir auch können", so Reiner Lorenz. Auch bei der Neundorfer Malerin Doreen Fiedler haben sie einiges gelernt. Die Eheleute malen gern mit kräftigen Farben. Natürlich soll alles aussehen.

Wälder oder Kirchen im Schnee, Blumen auf Felder oder an Wegesrändern schimmern so kontrastreich auch im Spiel von Licht und Schatten. Kaum einer vermag, die Bilder ihr oder ihm zuzuteilen. Dafür ähneln sie einander zu sehr. Allerdings betont sie, dass ihr Mann einfacher male.

"Sie nimmt es genauer", so der 81-Jährige. Mit zunehmendem Alter fällt ihm das Malen jedoch schwerer. Vieles hängt von der Tagesform ab. Gemalt wird am Tisch. Er arbeitet gern hintereinander weg. Seine Frau kann ein Bild auch mal eine Weile liegen lassen oder zwischendurch beim Essenkochen den einen oder anderen Strich ziehen.

Die 50 Aquarelle sind zusammen mit 80 Schnitzarbeiten zu sehen. Die hölzernen Kunstwerke haben zehn Schnitzer anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Rothenthaler Schnitzzirkels ausgestellt. Diese sind bereits seit einigen Monaten hier untergebracht. Die Ausstellung endet am 31. Oktober. Das Haus der Begegnung ist mittwochs bis sonntags von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Nähere Infos unter Tel. 037360 20051.