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Seiffener plant Nussknackerwettbewerb für Kinder

Wettbewerb Von der Kinderzeichnung zum Nussknacker

Seiffen. 

Seiffen . Geschenke zum 18. Geburtstag sind immer etwas Besonderes. Was seine Eltern für ihn zu diesem Anlass bereithalten, hatte Niklas Riedel jedoch ganz und gar nicht erwartet. Er bekam einen Nussknacker und zwar einen ganz besonderen. Einen römischen Legionär. Dieser basiert auf einer Kinderzeichnung, die Niklas Riedel als kleines Kind selbst gemalt und seinen Eltern zu Weihnachten geschenkt hatte. "Ich konnte mich an das Bild gar nicht mehr erinnern. Trotzdem habe ich mich riesig über das Geschenk gefreut", versicherte der Meißener. Alle in der Familie lieben es, einander ganz persönliche Geschenke zu machen. Das trifft auch und umso mehr auf den 18. Geburtstag zu. Die Nussknacker-Zeichnung seines Sohnes hatte Mario Riedel schon vor drei Jahren in den Händen. "Sie passte aus meiner Sicht perfekt um etwas Besonderes wie den 18. Geburtstag mit etwas Einzigartigem zu verknüpfen", sagte er. Es dauerte, bis er jemanden fand, der seine Idee umsetzen wollte. Ein Hinweis seines Seiffener Kunsthandwerkers führte Mario Riedel zu den Füchtners. Dort äußerte er sein Anliegen, fühlte sich sofort ernst genommen und in besten Händen. "Herr Füchtner hat auf dem Bild Details gesehen, die mir noch nie aufgefallen waren", so der Meißner.

Einen Nussknacker nachbauen? Von der Idee zur Umsetzung.

Markus Füchtner wusste auf Anhieb, dass sich die Umsetzung nicht ganz einfach gestalten würde.

"In dem Alter haben Kinder weniger genaue Vorstellungen von Proportionen und körperlichen Darstellungen", so der Fachmann. So sei der Kopf viel größer als üblich und gehe fließend in den Rumpf über. Außerdem habe es ihm anfangs Überwindung gekostet, die Füße querstehend anzubringen. Je länger er sich jedoch mit der Umsetzung der Kinderzeichnung beschäftigte, desto mehr Spaß hatte er daran. Mehr und mehr habe es ihn gereizt, die kindliche Sichtweise umzusetzen. Was der kleine Niklas in Bezug auf die Formen nur vereinfacht darstellen konnte, machte er rein farblich auf ganzer Ebene wieder wett. Für die Farben ist in der Manufaktur Markus Füchtners Mitarbeiterin Carola Seifert zuständig. Sie sorgte dafür, dass der Legionär sein unverwechselbares Äußeres erhielt. Ganz genau versuchte sie sich an die Vorgaben zu halten. Die fertige Figur steht nun im Wohnzimmer der Familie. Dort befindet er sich in illustrer Gesellschaft von etwa 20 weiteren Exemplaren. Die Riedels lieben diese typische Figur aus dem Erzgebirge. Die Premiere für ganz individuelle Bestellungen hat in Seiffen nun Lust auf mehr gemacht. Es gibt weitere Bestellungen und der Chef nimmt auch noch weitere an.

Außerdem hat der Volkskunsthandwerker einen Wettbewerb ausgelobt

Er ruft Kinder auf, ihm Zeichnungen von fantasievollen Nussknackern zuzuschicken. Ganz originelle Figuren, die sich nicht im aktuellen Sortiment der Füchtners befinden, sind dabei gefragt. Einsendeschluss ist der 24. Juni 2021, genau sechs Monate vor Heiligabend. Am 26. Juni wird unter anderem auf Facebook verkündet, welche Zeichnung als Figur umgesetzt und dem Absender als Geschenk zugeschickt wird. Zu Weihnachten soll es bei dem Gewinner unter dem Christbaum liegen.