Seit Januar laufen Vorbereitungen im Erlabrunner Krankenhaus

Krankenhaus Erlabrunner Klinikchefinnen sehen sich gut gerüstet

Erlabrunn. 

Erlabrunn. Schon ab Ende Januar hat sich das Krankenhaus Erlabrunn auf steigende Patientenzahlen aufgrund des Corona-Virus eingestellt. Die beiden Geschäftsführerinnen der Kliniken Erlabrunn gGmbH Heidrun Ballmann und Dr. Constanze Fisch reagierten sofort, als der gesundheitliche Notstand durch Bundesgesundheitsminister Spahn ausgerufen wurde. Schon damals gab es erste Beratungen. "Wir haben von Anfang an, einen großen Personenkreis hinzugezogen", sagt Ballmann. Dazu gehörten neben Mediziner unter anderem auch Pflegepersonal und Hygienefachkräfte. Zudem tagt regelmäßig ein Krisenstab. Neben aller Vorbereitung läuft der Klinikalltag bisher ganz normal weiter.

Zu den Stationen, auf denen es nur wenige Einschränkungen gibt, gehört natürlich die Geburtshilfe. Die Erlabrunner Geburtshelfer lassen auch weiterhin eine Begleitperson zu. Allerdings darf beispielsweise der werdende Papa die Klinik zwischendurch nicht noch einmal verlassen. "Sie können die Familienzimmer nutzen. Sollte der Vati dann aber nach Hause gehen, darf er nicht noch einmal kommen", sagt Constanze Fisch und macht klar, dass die Kontakte auf das notwendigste reduziert werden.

Auch auf Corona-Patienten hat sich das Krankenhaus längst eingestellt: "Wir haben unseren ehemaligen alten Palliativbereich als Isolierstation vorbereitet. Dort gibt es sechs Betten. Er gilt als erste Quarantänebereich", sagt Heidrun Ballman. Dort lagen auch bereits vier Verdachtsfälle, die sich aber glücklicherweise nicht bestätigt haben. In diesem Bereich gelten hohe Hygieneanforderungen. Dort halten sich die Kliniken strikt an die Regeln, die das Robert-Koch-Institut herausgegeben hat. "Wir können diesen Bereich ohne große Probleme auf die gesamte Station 1 erweitern", so Ballmann und ergänzt: "Wir hätten dann 25 Betten zur Verfügung. Das ist ein sehr abgeschlossener Bereich." Auch eine weitere Station mit noch einmal zwanzig Betten könnte zur Behandlung von Patienten genutzt werden, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Generell hoffen Ballmann und Fisch, dass sich die Lage schnell normalisiert und die Maßnahmen der Regierung wirken.