Selbstständig über die Wende hinweg

Wirtschaft Volker und Katrin Queck sind bis heute erfolgreich am Markt etabliert und entwickeln sich weiter

Stützengrün. 

Stützengrün. Bereits zu DDR-Zeiten, konkret im November 1985, wagten sich Volker Queck und seine Frau Katrin in die Selbstständigkeit und sind bis heute erfolgreich am Markt etabliert. Angefangen hat alles in einer kleine Werkstatt auf gerade einmal 16 Quadratmetern Fläche.

 

 

Dort hat Polstermeister Volker Queck Polstergarnituren hergestellt, alles in Handarbeit. Das Unternehmen hat die Wendezeit erlebt, ist bis heute erfolgreich am Markt etabliert und sehr innovativ. Volker Queck, heute Inhaber des Gardinen- und Bodenfachmarktes Queck in Stützengrün, hat einen hygienischen Edelstahl-Klickboden für Boden, Wand und Decke entwickelt, der patentiert ist. Mittlerweile ist das Unternehmen mit dem Ladengeschäft auf rund 650 Quadratmetern Verkaufsfläche präsent und hat weitere 1000 Quadratmeter an Lagerfläche.

 

Wie das Ehepaar die Friedliche Revolution erlebt hat?

Volker Queck erinnert sich: "Es war der 9. Oktober, wo wir zu dritt mit dem Auto nach Leipzig gefahren sind und dort die friedliche Demonstration miterlebt haben. Die gesamten Straßenzüge, soweit das Auge reicht, hat man schwer bewaffnete Kampfgruppen mit entsprechenden Fahrzeugen gesehen. Wir sind von außerhalb in die Stadt gelaufen und der Marsch in der Stadt, da ging alles, wie von Geisterhand. Das war ein Gänsehautgefühl." Seine Frau und die dreijährige Tochter waren zuhause. Katrin Queck erzählt: "Ich bin an dem Abend mit meiner Tochter zu meiner Mutter gefahren. Es war schon ein komisches Gefühl, man wusste ja nicht, was passiert. Zum Glück war es die erste Demonstration, wo nichts passiert ist."

 

Zur Wendezeit hat das Ehepaar Queck die ersten Korbmöbel vom Schwarzwald ins Erzgebirge geholt und verkauft. Besonders Körbe waren sehr beliebt, erinnert sich Katrin Queck. Der Verkauf war improvisiert und im Freien. Dann hat man sich Container besorgt, um ein Dach über dem Kopf zu haben. Das Unternehmen hat sich entwickelt. Entstanden ist der Gardinen- und Bodenfachmarkt Queck. Dafür hat man ein Fabrikgebäude erworben und ausgebaut.