Sexual-Straftäter wieder auf freiem Fuß

Aufklärung Eltern sind besorgt - Stadt fordert Prävention statt Angst

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Foto: Harry Härtel

Grünhain. Seit dem bekannt geworden ist, dass ein verurteilter Mann aus Grünhain, der sich an einem Kind vergangenen haben soll, wieder auf freiem Fuß ist, herrscht in der Stadt große Verunsicherung.

Versammlung mit vielen Teilnehmern

Der sexuelle Missbrauch hatte im familiären Bereich stattgefunden. In der Grundschule Grünhain gab es Anfang der Woche aufgrund großer Verunsicherung und verschiedenen Gerüchten, die in der Stadt kursieren, eine Versammlung, an der Lehrer, Eltern und Vertreter der Kommune teilgenommen haben.

Das zeigt, dass die Verantwortlichen und auch der Bürgermeister von Grünhain-Beierfeld, Joachim Rudler, die Sorgen der Eltern sehr ernst nehmen.

"Die Stimmung war sehr informativ", sagt Ortsvorsteher Jens Ullmann: "Die Sorgen der Eltern kann wohl jeder sehr gut nachvollziehen." Konkrete Ergebnisse habe es auch schon gegeben.

Kinder aufklären

Geplant sind unter anderem präventive Maßnahmen, die sich an interessierte Eltern richten. So könnten sie in thematischen Elternabenden lernen, wie sie ihre Kinder aufklären und sie trotzdem ohne unnötig Angst zu schüren, durchs Leben schicken.

"Geplant sind außerdem in der Stadt Notinseln", sagt Ortsvorsteher Jens Ullmann. Diese sollen Kindern, die Angst haben oder sich durch jemanden bedrängt fühlen, Zuflucht bieten.

Diese Konzepte gibt es bereits in anderen Kommunen. In Aue werden die Kinder-Notinseln schon seit einigen Jahren erfolgreich angeboten. Zahlreiche Geschäfte beteiligen sich. Kinder-Notinseln sind durch spezielle Aufkleber an Eingangstüren gekennzeichnet. Auf diesen sind drei Figuren zu sehen und darunter der Schriftzug: "Wo wir sind, bist Du sicher." Sie vermitteln dem Nachwuchs ein hohes Sicherheitsgefühl.