Sicherung am St. Johannes Erbstolln

BAUREPORT Rund 1,8 Millionen Euro für die Wassertragfähigkeit am Rothenberg

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Am alten St. Johannes Erbstolln in Erla ist die Bergsicherung vor Ort. Foto: Leischel

Erla. Im Schwarzenberger Ortsteil Erla sind umfangreiche Bergbausanierungen im Gange. Die Bauarbeiten sind am St. Johannes Erbstolln nötig. Der Stolln leitet das Grubenwasser nicht mehr richtig ab.

Fertigstellung: Februar 2018

Das Wasser staut sich auf und tritt unkontrolliert an die Oberfläche. Außerdem drohen Tagesbrüche. Rund 20 Monate soll die Sanierung dauern und voraussichtlich im Februar 2018 abgeschlossen sein. 1,8 Millionen Euro wird der Bau nach derzeitigen Schätzungen kosten. Bei einem Tag der offenen Tür zum Projekt "Wiederherstellung und langzeitsichere Aufrechterhaltung der Wasserabtragsfähigkeit des St. Johannes Erbstollns in Erla-Crandorf" konnten sich interessierte Bürger umfangreich bei einer Begehung informieren.

Plötzlicher Springbrunnen im Garten?

Im Garten von Familie Lorenz stehen seit vorigem Jahr Arbeitsgeräte und Männer der Bergsicherung Sachsen haben eine Holzbühne über das große Loch im Boden errichtet. Bei einem Pressegespräch informierte Michael Kühn über die Gründe der Maßnahme. "Wir müssen die alte Schachtanlage des St. Johannes Erbstolln sichern, damit bei Familie Lorenz nicht unkontrolliert das Wasser verschwindet oder an unvorhergesehenen Stellen wieder zutage tritt."

Früher wurde hier Roteisenerz gefördert

In Erla wurde einst Roteisenerz gefördert. Daher wird der Berg hinter dem Haus Rothenberg genannt. Weil die EU Gelder zur Verfügung stellt, konnte mit der Sanierung begonnen werden.

"Es handelt sich dabei um kein akutes Ereignis, wie etwa bei einen Tagebruch, denn wir wussten von der Existenz des Gangzugs. Auch das Problem der Standwasserbildung war bekannt gewesen.

Manchmal wurde durch das Schmelzwasser sogar die Grasnarbe angehoben", so Michael Kühn. Bei den nunmehr vorgenommenen Sicherungsmaßnahmen geht es vor allem um die langfristige Sicherung des Wasserablaufs in der alten Schachtanlage.