Sie rollten dorthin, wo alles begann

Historie Schüttoff-Maschinen kehren an Entstehungsort zurück

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Über 20 Schüttoff-Maschinen kehrten an jenen Ort zurück, wo sie vor rund 90 Jahren vom Band liefen. Foto: Thomas Fritzsch

Schlettau/Chemnitz. Die Mühen lange im Vorfeld der Premiere haben sich gelohnt für die Organisatoren Marcel Mäuser aus Schlettau und Gerold Trautner aus Bad Lausick. Bei der ersten Auflage des Schüttoff Fahrertreffens in Chemnitz waren 21 Schüttoff-Freunde aus ganz Deutschland und zwei Teilnehmer aus Tschechien unterwegs auf einer rund 100-Kilometer-Tour.

Eingefleischte Liebhaber von Oldtimer-Motorrädern sind mit Sicherheit auf Anhieb im Bilde: Die Rößlerstraße 30 in Chemnitz war Standort des Schüttoffwerkes. Hier rollten zwischen 1923 und 1930 zahlreiche 4-Takt-Motorräder der Edelmarke vom Band.

Gestartet wurde mit einem Höhepunkt

Entsprechend waren die erste Station und gleichzeitig das Highlight der Tour der Stopp an der einstigen Fertigungsstätte. Im Anschluss zog es die Teilnehmer in die Stadt Hohenstein-Ernstthal, wo das dortige Rennsportmuseum im Blick stand. Über den Asphalt ging es danach wieder nach Chemnitz zurück. Mitorganisator Gerold Trautner fuhr die wohl älteste Maschine, das Modell A mit 250ccm Hubraum und 2 PS.

Anschließend erwartete die Schüttoff-Fahrer im Fahrzeugmuseum ein Vortrag über die Geschichte der fast vergessenen Edelmarke der Motorradbranche. Nachdem in der krisengebeutelten Wirtschaft der Unternehmer Arthur Schüttoff insolvent war, folgte seinerzeit die Übernahme des Unternehmens durch die Zweitaktschmiede DKW Zschopau. Mitorganisator Marcel Mäuser ist zufrieden mit der Resonanz. Er stellt schon jetzt eine Neuauflage des Treffens in rund zwei Jahren in Aussicht.