Sie wagen die Selbstständigkeit: "Pranger" wird bald Café

Umgestaltung Neues Leben zieht in Lößnitz ein

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Bürgermeister Alexander Troll (li.) und Robert Regener, Geschäftsführer der Wohnungsbau Gesellschaft Lößnitz mit Diana Kökel-Heinzig (2.v.li.) und Katharina Reuter. Foto: Ralf Wendland

Lößnitz. Der altehrwürdige "Pranger" am Markt in Lößnitz hat eine lange Geschichte. Früher war es das Amtsgericht. Dann hat es verschiedene Nutzungen gegeben, unter anderem für Gastronomie und auch durch den Heimatverein. Jetzt laufen in den Räumlichkeiten Umbaumaßnahmen und Malerarbeiten. Anfang April soll dort eine neue gastronomische Einrichtung eröffnen, es ist dann die zweite im Marktbereich von Lößnitz.

Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Die Lößnitzerin Katharina Reuter ist es, die sich in die Selbstständigkeit wagt und mit Diana Kökel-Heinzig eine Angestellte hat. "Im weitesten Sinne wird es ein Café mit Bistro-Angebot", erläutert Reuter ihre Pläne. Ihre Mitstreiterin erinnert sich noch genau, wie alles begonnen hat: "Wir standen vor vier Jahren auf dem Markt, haben gequatscht und uns so gedacht, es wäre doch schön, wenn man in der Innenstadt von Lößnitz einen Kaffee trinken gehen könnte." Das wird jetzt Realität.

Davon profitiert auch die Stadtentwicklung

"Das Ganze war schon immer so ein kleiner Traum von uns", fügt Reuter hinzu: "Wir waren beide offen für etwas Neues. Wir kochen und backen gern und haben gern Gäste und scheuen uns auch nicht, am Wochenende zu arbeiten." Das Konzept versuche man auf Regionalität aufzubauen. Man setzt auf kurze Anfahrtswege und regionale Produkte.

Im Pranger werden insgesamt 22 Plätze innen und 12 bis 14 Plätze draußen zur Verfügung stehen. Die Wohnungsbaugesellschaft Lößnitz ist bestrebt, den Markt in Lößnitz weiter zu beleben. Geschäftsführer Robert Regener sagt: "Die neue gastronomische Einrichtung ist gut für die Stadtentwicklung. Das gesamte Marktensemble wird nochmal aufgewertet."

Alexander Troll, Bürgermeister von Lößnitz freut das Engagement von Katharina Reuter und Diana Kökel-Heinzig: "Wer privat Risiko eingeht und investiert, dafür erhalten sie von mir großen Respekt." Troll denkt auch an das städtebauliche Konzept. Der Pranger werde künftig einen attraktiven Bildungsstandort in der Nachbarschaft haben. Der Ausbau der Grundschule sei in Planung.